Meldung vom 16.01.2026
Mercedes-Benz erfindet als innovationsgetriebene Marke das Automobil immer wieder neu. Seit 1886 setzt das Unternehmen kontinuierlich Maßstäbe und begleitet den gesellschaftlichen Wandel. Aus 140 Jahren Innovations-, Produkt- und Unternehmensgeschichte nennen die Classic Notizen ausgewählte Highlights.
Ausblick
Die nächsten Events mit Mercedes-Benz Classic
- Salon Rétromobile: 28. Januar bis 1. Februar 2026, Paris Expo Porte de Versailles. Mercedes-Benz Classic stellt seinen Auftritt auf der französischen Klassiker-Leitmesse ganz ins Zeichen der 1000 Miglia.
- Retro Classics: 19. bis 22. Februar 2026, Messe Stuttgart. Die „Messe für Fahrkultur“ ist eine der größten Oldtimer-Messen Europas. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr wird das Jubiläum „50 Jahre Mercedes-Benz Baureihe 123“ sein.
- ModaMiami: 28. Februar bis 1. März 2026, The Biltmore Hotel, Coral Gables, Florida. Das faszinierende junge Event bringt Design, Innovation und Kultur zusammen. Mehr als 400 herausragende Automobile sind in einem exklusiven Kontext zu erleben.
Januar 1951 – vor 75 Jahren
Meilenstein der passiven Sicherheit: Barényi-Patent für die Sicherheitskarosserie
- Am 23. Januar 1951 wird Béla Barényis Sicherheitskarosserie zum Patent angemeldet
- Serienpremiere 1959 in den „Heckflosse“-Limousinen der Baureihe W 111
- Das visionäre Prinzip mit Knautschzonen und gestaltfester Fahrgastzelle ist branchenprägend
Definiert verformbare Knautschzonen vorn und hinten zum Abbau kinetischer Energie bei einem Unfall, dazwischen eine gestaltfeste Fahrgastzelle zum Schutz der Passagiere: Dieses revolutionäre Konstruktionsprinzip hat 1959 in den Mercedes-Benz „Heckflosse“-Limousinen der Baureihe W 111 Weltpremiere. Nahezu alle Autohersteller greifen das Prinzip auf. Die visionäre Auslegung der Karosserie entwickelt der Mercedes-Benz Ingenieur Béla Barényi (1907 bis 1997), zum Patent angemeldet wird das Prinzip am 23. Januar 1951. Barényi, Wegbereiter der passiven Sicherheit, bricht konsequent mit dem zuvor geltenden Ansatz einer möglichst steifen Gesamtkarosserie zum Schutz der Insassen bei einem Unfall. Dazu teilt er die Karosserie in Zonen mit unterschiedlichen Funktionen auf: Die Knautschzonen vorn und hinten dienen dazu, möglichst viel Aufprallenergie durch gezielte Verformung aufzunehmen und abzubauen. Die besonders gestaltfest ausgelegte Sicherheitsfahrgastzelle in der Fahrzeugmitte hingegen bietet den Passagieren einen möglichst stabilen und sicheren Innenraum. Das Barényi-Patent Nr. 854 157 „Kraftfahrzeug, insbesondere zur Beförderung von Personen“ wird am 30. Oktober 1952 erteilt. Es ist ein Grundstein der passiven Automobilsicherheit und prägt nicht allein die Entwicklung der Mercedes-Benz Baureihe W 111, sondern beeinflusst auch maßgeblich den Beginn systematischer Crashversuche bei der damaligen Daimler-Benz AG ab 1959.
29. Januar 1886 – vor 140 Jahren
Erfindung des Automobils durch Carl Benz und Gottlieb Daimler
- Carl Benz erfindet das Automobil – Gottlieb Daimlers Motorkutsche folgt im gleichen Jahr
- Tief in der Mercedes-Benz DNA verankertes Innovationsstreben für Fortschritt und Mobilität
- Innovationen prägen Mercedes-Benz Automobile, zugleich Gesellschaft und Mobilitätskultur
Am 29. Januar 1886 meldet Carl Benz seinen dreirädrigen Motorwagen zum Patent an. Das Schutzrecht DRP 37435 für das „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ gilt als Geburtsurkunde des Automobils und gehört heute zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. Es markiert den Beginn der modernen Individualmobilität. Carls Ehefrau Bertha unterstützt ihren Mann von Beginn an. 1888 unternimmt sie die weltweit erste Fernfahrt mit einem Automobil. Nahezu zeitgleich zu Benz baut Gottlieb Daimler ebenfalls im Jahr 1886 den von ihm gemeinsam mit Wilhelm Maybach entwickelten, schnelllaufenden Verbrennungsmotor in eine Kutsche ein. So entsteht das erste vierrädrige Automobil. Das von beiden Gründervätern geprägte Innovationsstreben ist seitdem tief in der DNA von Mercedes-Benz verankert. Es definiert die Haltung von Unternehmen und Marke für neue Produkte: Mit Pioniergeist und Ingenieurskunst auf höchstem Niveau gestaltet Mercedes-Benz kontinuierlich Fortschritt und Mobilität. Neue Lösungen entstehen stets mit dem Ziel, erweiterte Möglichkeiten in Komfort, Sicherheit, Effizienz, Leistung und Sportlichkeit zu eröffnen. Innovationen von Mercedes-Benz prägen die eigenen Produkte der Marke, die gesamte Automobilindustrie, Gesellschaft und Mobilitätskultur
Februar 1986 – vor 40 Jahren
ASR, ASD und 4MATIC: Präsentation unter harschen Realbedingungen in Finnland
- Weiterentwicklung der aktiven Fahrzeugsicherheit auf Basis der ABS-Sensorik
- Tests neuer Assistenzsysteme durch Journalisten vom 3. bis 8. Februar 1986
- Mercedes-Benz präsentiert die Assistenzsysteme ASR, ASD und 4MATIC unter Realbedingungen
Schnee, Eis und Minustemperaturen bieten perfekte Bedingungen, als Mercedes-Benz vor 40 Jahren vom 3. bis 8. Februar 1986 seine neuen Assistenzsysteme in Finnland vorstellt. Die eingeladenen Journalisten können das Automatische Sperrdifferenzial ASD, die Antriebsschlupfregelung ASR sowie den automatisch zuschaltenden Allradantrieb 4MATIC erproben. Grundlage der innovativen Assistenzsysteme ist das seit 1978 verfügbare, digitale Antiblockiersystem ABS, das Mercedes-Benz gemeinsam mit Bosch entwickelt hat. Dessen Sensorsignale nutzen nun auch die neuen Traktionssysteme. ASD, ASR und 4MATIC sind bereits im Herbst 1985 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt vorgestellt worden, nun folgt in Finnland die Präsentation unter harschen Realbedingungen. Und so funktionieren die neuen Systeme: Das Automatische Sperrdifferenzial ASD begrenzt bei durchdrehendem Antriebsrad die Ausgleichsbewegung im Hinterachsdifferenzial. Das sorgt für spürbar bessere Traktion beim Anfahren und Beschleunigen auf glatter Fahrbahn. Die Antriebsschlupfregelung ASR kombiniert Bremseingriffe am durchdrehenden Rad mit einer Reduzierung des Motormoments über das elektronische Gaspedal. So bleibt der Vortrieb auch in leistungsstarken Achtzylinder-Limousinen gut beherrschbar, das Fahrzeug beschleunigt selbst auf Eis kontrolliert und spurtreu. Der neu entwickelte Allradantrieb 4MATIC schließlich wirkt unter Normalbedingungen allein auf die Hinterachse, bei Traktionsverlust schaltet die Elektronik in mehreren Stufen den Vorderradantrieb zu und aktiviert zusätzliche Sperrfunktionen.
Juni 1976 – vor 50 Jahren
Weltrekordfahrt des C 111-II D in Nardò
- Vom faszinierenden Experimentalfahrzeug zum effizienten Weltrekordwagen
- Mercedes-Benz erzielt mit dem C 111-II D vom 12. bis 15. Juni 1976 in Nardò drei Weltrekorde
- Highlight: Weltrekord über 10.000 Meilen mit 251,798 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
Mit Fünfzylinder-Dieselmotor zum Weltrekord-Triple: Diesen Meilenstein in der mehr als 140 Jahre langen Motorsportgeschichte der Marke erreicht Mercedes-Benz im Juni 1976 vor 50 Jahren mit dem C 111-II D auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Nardò, Italien. Nach 64 Stunden stellen die Stuttgarter Rekordfahrer insgesamt drei Weltrekorde und 16 Klassenrekorde für Dieselfahrzeuge bis 3 Liter Hubraum über Distanzen von 10 Kilometern bis 10.000 Meilen sowie Fahrzeiten zwischen einer Stunde und 24 Stunden auf. Dabei erzielen sie Durchschnittsgeschwindigkeiten über 250 km/h. Der Rekordwagen basiert auf dem futuristischen Wankelmotor-Experimentalfahrzeug C 111-II aus dem Jahr 1970.
Statt Vierscheiben-Rotationskolbenmotor kommt für die Rekordfahrt vom 12. bis 15. Juni 1976 eine optimierte Version des 3-Liter-Fünfzylinder-Dieselmotors OM 617 LA mit Abgasturbolader und Ladeluftkühler zum Einsatz. In der Mercedes-Benz Pkw-Großserie arbeitet der OM 617 in den 1970er-Jahren als Saugmotor zum Beispiel in den Typen 240 D 3.0 (W 115) und 300 D (W 123) sowie im Exportmodell 300 D Turbodiesel (W 123) mit Abgasturbolader. Im Rekordfahrzeug überzeugt das leistungsstarke (140 kW/190 PS) und standfeste Aggregat bei höchsten Ansprüchen im Dauerbetrieb. Das Experimentalfahrzeug ist für die Rekordfahrt auch hinsichtlich der Aerodynamik in zahlreichen Details weiterentwickelt. In der Tradition des legendären Erfolgs vor 50 Jahren steht die Rekordfahrt des Technologieträgers Mercedes-Benz Concept AMG GT XX mit Axialflussmotoren im August 2025 ebenfalls in Nardò: Er erzielt in 7,5 Tagen bei 300 km/h insgesamt 25 Rekorde.
April 1951 – vor 75 Jahren
Neuheitenfeuerwerk von Mercedes-Benz auf der ersten IAA nach Kriegsende
- Neue Mercedes-Benz Sechszylindermotoren in Oberklasselimousine und Repräsentationsfahrzeug
- 19. bis 29. April 1951: IAA-Premiere in Frankfurt am Main
- Mercedes-Benz präsentiert zahlreiche Neuheiten von Personenwagen bis Omnibus
Auf der ersten Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main begeistert Mercedes-Benz Publikum und Fachwelt im April 1951 mit den neuen Personenwagentypen 220 (W 187) und 300 (W 186). Sie überzeugen mit Raumangebot, Komfort und Prestige. Weitere Kennzeichen der Oberklasselimousine und des Repräsentationsfahrzeugs sind ihre neuen Sechszylindermotoren. Der 2,2-Liter-Reihensechszylinder M 180 mit oben liegender Nockenwelle macht den Mercedes-Benz 220 zum Maßstab seiner Klasse hinsichtlich Leistung und Laufruhe. Der größere und stärkere M 186 im später als „Adenauer-Mercedes“ bekannten Spitzentyp des Modellprogramms macht diesen zum damals schnellsten Serienpersonenwagen Deutschlands. Beide Automobile drücken die Aufbruchstimmung der Zeit aus, der Beginn des Wirtschaftswunders zeichnet sich ab. Die Motorneuentwicklungen lösen zwei aus der Vorkriegszeit stammende Konstruktionen ab, den Vierzylindermotor M 136 und den Sechszylindermotor M 159. Der M 180 mit oben liegender Nockenwelle bietet mit 59 kW (80 PS) bei 5.300/min Leistungswerte, die man damals eher von Sportwagen kennt. Der 85 kW (115 PS) starke M 186 des Typs 300 knüpft konstruktiv an den M 159 an, geht technisch aber konsequent neue Wege. Testberichte loben die Drehfreude und die feine Laufkultur des Aggregats. Mit beiden Motoren legt Mercedes-Benz im Jahr 1951 den Grundstein für viele nachfolgende erfolgreiche Sechszylinder-Triebwerke. Auch der Motor der Sportwagenikone 300 SL „Gullwing“ (W 198) gehört dazu.
- Vor 125 Jahren – Rudolf Caracciola wird am 30. Januar 1901 in Remagen am Rhein geboren. Als Mercedes-Benz Werksfahrer prägt er die Epoche der Rennsport-Tourenwagen der S-Reihe und die erste Silberpfeil-Ära von 1934 bis 1939. Er wird dreimal Grand-Prix-Europameister – vergleichbar mit dem heutigen Titel des Formel 1-Weltmeisters. Sein Geschwindigkeitsweltrekord von 432,69 km/h aus dem Jahr 1938, erzielt auf der Autobahn, hat 79 Jahre Bestand. Rudolf Caracciola in M@RS
- Vor 180 Jahren – Wilhelm Maybach wird am 9. Februar 1846 in Heilbronn geboren. Nach dem frühen Tod der Eltern wächst er im Reutlinger Bruderhaus auf, wo er 1864 Gottlieb Daimler kennenlernt und dessen langjähriger Geschäftspartner wird. Beide entwickeln ab 1882 den schnelllaufenden Verbrennungsmotor und integrieren ihn 1885 in den Reitwagen sowie 1886 in die Motorkutsche. Maybachs Innovationen ermöglichen den Siegeszug des Automobils, ein Meilenstein ist 1900 die Konstruktion des Mercedes 35 PS, des ersten modernen Automobils. Wilhelm Maybach in M@RS
Die Mercedes-Benz Österreich GmbH
Die Mercedes-Benz Österreich GmbH ist eine 100-Prozent-Tochter der Mercedes-Benz AG. Der Sitz des Unternehmens ist in Eugendorf. Mercedes-Benz Österreich ist Generalimporteur der eingetragenen Marken Mercedes-Benz, Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach. Das Unternehmen koordiniert mit rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vertriebs-, Marketing-, Service- und Presseaktivitäten in Österreich. Der Vertrieb erfolgt über das autorisierte Handelspartnernetz und die von den Agenten betriebenen Betriebsstandorte. Die Servicearbeiten werden von den autorisierten Werkstätten durchgeführt. Im Jahr 2024 wurden in Österreich 10.804 Mercedes-Benz PKW (inkl. V-Klasse) und 5.950 Transporter (exkl. V-Klasse) zugelassen.
Weitere Informationen von Mercedes-Benz Österreich im Internet:
http://presse.mercedes-benz.at