Meldung vom 29.10.2026
Seit 1930 besteht eine besondere Verbindung zwischen Mercedes-Benz und dem Vatikan. In jenem Jahr erhielt Papst Pius XI. einen Mercedes-Benz Nürburg 460 als Geschenk der damaligen Daimler-Benz AG. Die aufwendig ausgestattete Pullman-Limousine war das erste Automobil, das ein Papst regelmäßig nutzte. In den folgenden Jahrzehnten entstanden für verschiedene Pontifikate Repräsentationslimousinen, Landaulets und schließlich speziell aufgebaute Geländewagen. Viele dieser Fahrzeuge sind bekannte Zeitzeugen der Automobilgeschichte.
Ein wichtiger Entwicklungsschritt fand im Jahr 1980 statt. Für den Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II. entstand auf Basis des ein Jahr zuvor präsentierten Mercedes-Benz G-Modells erstmals ein Fahrzeug mit höherer Sitzposition, transparenter Kuppel und perlmuttfarbener Lackierung. Das veränderte die Wahrnehmung: Im Mittelpunkt standen die gute Sichtbarkeit des Papstes bei öffentlichen Auftritten und der unmittelbare Kontakt zu den Menschen. Dieses Grundkonzept prägte auch spätere Papstfahrzeuge auf Basis der G-Klasse und M-Klasse. Seit 2024 steht dem Vatikan das erste vollelektrische Papamobil zur Verfügung: ein Mercedes-Benz G 580 in Sonderausführung.
Mercedes‑Benz G 580 | Energieverbrauch kombiniert: 30,4–27,7 kWh/100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km
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„Mercedes-Benz: A Century of Popemobiles“ im Vatikan
Diese außergewöhnliche Fahrzeuggeschichte steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Mercedes-Benz: A Century of Popemobiles“. Sie ist bis zum 31. Januar 2027 im Vatikan in einem Glaspavillon nahe der Pinakothek zu sehen. Acht Mercedes-Benz Fahrzeuge veranschaulichen unterschiedliche Epochen der Zusammenarbeit der Marke mit dem Vatikan – vom Nürburg 460 aus dem Jahr 1930 über repräsentative Landaulets bis zu den charakteristischen Papamobilen auf Basis von G-Klasse und M-Klasse.
Die folgenden Fahrzeuge sind in der Ausstellung zu sehen: Mercedes-Benz Nürburg 460, Mercedes-Benz 300 d Landaulet, Mercedes-Benz 600 Pullman-Landaulet, Mercedes-Benz 300 SEL Pullman-Limousine,
Mercedes-Benz 230 G, Mercedes-Benz S 500 lang Landaulet, Mercedes-Benz ML 430 sowie Mercedes-Benz ML 500.
„140 Years of Innovation“: vom Patent-Motorwagen zur Mercedes-Benz S-Klasse
Zwei weitere Automobile erweitern die historische Perspektive der Ausstellung: Sie würdigen das in diesem Jahr von Mercedes-Benz gefeierte Jubiläum „140 Years of Innovation“. Ein Benz Patent-Motorwagen von 1886 steht für den Beginn der Automobilgeschichte vor 140 Jahren. Ihm gegenüber steht eine der aktuellen Mercedes-Benz S-Klassen, die bis Mitte Oktober auf der „140 Places“-Tour auf sechs Kontinenten unterwegs waren.
Die Papstfahrzeuge der Ausstellung
Mercedes-Benz Nürburg 460 (W 08), 1930
Mit dem Nürburg 460 begann 1930 die besondere Verbindung zwischen Mercedes-Benz und Vatikan. Die Pullman-Limousine mit 4,6-Liter-Achtzylindermotor wurde für Papst Pius XI. umfassend im Innenraum angepasst. Zu den Besonderheiten gehören ein Einzelsitz für den Pontifex mit hochwertigem Seidenbrokat, ausgewählte Hölzer und Metalle sowie ein kunstvoll gestalteter Dachhimmel.
Mercedes-Benz 300 d Landaulet (W 189), 1960
30 Jahre später erhielt Papst Johannes XXIII. ein 300 d Landaulet. Dessen Radstand ist gegenüber dem Serienfahrzeug verlängert, die hinteren Seitenscheiben lassen sich für öffentliche Auftritte vollständig herausnehmen. Beim Öffnen der Fondtüren fahren Trittstufen automatisch aus. Der zentral angeordnete Sitz des Papstes ist elektrisch verstellbar, und Bedienelemente unter anderem für Klimatisierung und Funk sind direkt vom Fond aus erreichbar.
Mercedes-Benz 600 Pullman-Landaulet (W 100), 1965
Das 600 Pullman-Landaulet wurde im Herbst 1965 an Papst Paul VI. übergeben. Für den Einsatz im Vatikan erhielt das Repräsentationsfahrzeug zahlreiche Sonderausstattungen: Die hinteren Türen wurden verbreitert, das Dach im Fond angehoben und ein individuell verstellbarer Einzelsitz eingebaut. Zur Ausstattung gehören außerdem ein Kühlsystem und eine Sprechanlage zur Kommunikation mit dem Fahrer.
Mercedes-Benz 300 SEL Pullman (W 109), 1967
Die 1967 während der Amtszeit von Paul VI. an den Vatikan gelieferten 300 SEL Pullman-Limousinen wurden gegenüber den Serienfahrzeugen um 650 Millimeter verlängert und verfügen über größere Fondtüren. Anders als die Landaulets dienten die sechssitzigen Fahrzeuge vor allem dem Transport hochrangiger Gäste des Vatikans.
Mercedes-Benz 230 G (W 460), 1980, und 230 GE „Papamobil“ (W 460), 1982
Der Mercedes-Benz 230 G wurde für den Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1980 entwickelt und prägte ein vollkommen neues Fahrzeugkonzept. Den Fond überdeckt eine hohe transparente Kuppel, die den Papst vor Witterung schützt und zugleich eine gute Sichtbarkeit ermöglicht. Die G-Klasse mit langem Radstand erhielt eine perlmuttfarbene Lackierung, goldfarbene Zierelemente und einen weißen Innenraum. Klimatisierung und die Beleuchtung des Fondbereichs sind auf die besonderen Einsatzbedingungen abgestimmt. Außerdem entstand ein zweites, identisches Fahrzeug auf Basis des Mercedes-Benz 230 GE.
Mercedes-Benz S 500 lang Landaulet (Baureihe 140), 1997
Die Amtszeit von Papst Johannes Paul II. ist medial stark mit dem „Papamobil“ auf Basis der G-Klasse verbunden. Mercedes-Benz baute in dieser Zeit zusätzlich ein klassisches Landaulet auf Basis der S-Klasse für den Heiligen Vater. Das Fahrzeug, ein S 500 lang der Baureihe 140, wurde 1997 dem Vatikan übergeben. Es ist unter anderem mit elektrohydraulischem Verdeck und einem besonders viel Platz bietenden Einzelsitz im Fond ausgestattet.
Mercedes-Benz ML 430 „Papamobil“ (W 163), 2002
Mit dem ML 430 übertrug Mercedes-Benz im Jahr 2002 das Konzept der G-Klasse als Papstfahrzeug auf die M-Klasse. Die transparente Kuppel wurde dabei gestalterisch stärker in die Sonderkarosserie integriert. Große Fensterflächen umgeben den Sitz des Pontifex. Papst Johannes Paul II. nutzte das Fahrzeug erstmals beim Weltjugendtag 2002 in Toronto. Wie die vorherige G-Klasse ist auch diese M-Klasse perlmuttfarben lackiert und mit einem weißen Innenraum ausgestattet.
Mercedes-Benz ML 500 „Papamobil“ (W 166), 2012
Im Dezember 2012 wurde dem Vatikan ein ML 500 übergeben. Das von Papst Benedikt XVI. genutzte Fahrzeug entwickelte das bekannte Konzept weiter. Die transparente Fondkonstruktion wurde vergrößert und erleichtert damit den Einstieg. Zugleich sorgt eine größere Glasfläche für noch bessere Sicht auf den Papst. Der Innenraum erhielt ein überarbeitetes Beleuchtungskonzept.
Mercedes-Benz in Österreich
Die Mercedes-Benz Österreich GmbH sowie die Mercedes-Benz Financial Services Austria GmbH sind 100-Prozent-Töchter der Mercedes-Benz AG. Der Sitz der Unternehmen ist in Eugendorf. Die Unternehmen koordinieren mit rund 317 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vertriebs-, Marketing-, Service- und Presseaktivitäten in Österreich. Mercedes-Benz Österreich ist Generalimporteur der eingetragenen Marken Mercedes-Benz, Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach. Der Vertrieb erfolgt über das autorisierte Handelspartnernetz und die von den Agenten betriebenen Betriebsstandorte. Die Servicearbeiten werden von den autorisierten Werkstätten durchgeführt. Im Jahr 2025 wurden in Österreich 10.960 Mercedes-Benz PKW (inkl. V-Klasse) und 5.714 Transporter (exkl. V-Klasse) zugelassen.
Mercedes‑Benz Jubiläumsjahr „140 Years of Innovation“
Seit Carl Benz vor 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet hat und Gottlieb Daimler kurz darauf die Motorkutsche baute, hat sich Mercedes‑Benz der stetigen Innovation verschrieben, um die begehrenswertesten Autos der Welt für seine Kundinnen und Kunden zu bauen. Dieser Anspruch hat jede Innovation vorangetrieben – vom ersten Automobil der Welt im Jahr 1886 bis hin zur aktuell laufenden, größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte. Mit Leidenschaft für Leistung und Pioniergeist, Exzellenz und konsequenter Kundenorientierung hat die Marke mit dem Stern stets die Zukunft der Mobilität geprägt. Das Ergebnis geht weit über technische Errungenschaften hinaus – es schafft das unverwechselbare Gefühl, für das Mercedes‑Benz in seinem ganzen Wirken steht: Welcome home.
Mercedes‑Benz feiert 140 Jahre Innovation: Drei neue S‑Klasse Limousinen reisten im Rahmen der „140 Years. 140 Places“-Tour zu 140 Zielen weltweit. Jede Station rückte die Technologie, das Erbe, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke in den Mittelpunkt. Kundinnen und Kunden, Fans sowie Kolleginnen und Kollegen begleiteten die Reise auf sechs Kontinenten bis zu ihrem großen „Homecoming“-Finale am Mercedes‑Benz Museum. Impressionen und weitere Informationen zur „140 Years. 140 Places“-Tour finden Sie in unserem
„140 Years of Innovation“-Special.
1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure) ermittelt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des jeweiligen Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig.