Meldung vom 10.10.2018

Driven by EQ

Meilensteine der Elektrifizierung

Driven by EQ

Batterieelektrische Fahrzeuge: Stromverbrauch kombiniert 22,2-14,5 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Plug-in-Hybride: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,6-1,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 59-38 g/km*; Stromverbrauch kombiniert: 20,2-13,7 kWh/100 km

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Stuttgart. Bei der Elektrifizierung des Automobils drückt Mercedes-Benz mächtig aufs Tempo. Bis 2022 soll das gesamte Mercedes-Benz Cars Portfolio elektrifiziert werden. Das bedeutet, dass in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen angeboten werden – vom smart bis zum großen SUV. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten, angefangen von 48-Volt-Modellen über eine breite Auswahl an Plug-in-Hybriden bis hin zu rein elektrischen Fahrzeugen. Zusammengefasst wird die Elektrooffensive bei den Personenwagen unter der neuen Technologie- und Produktmarke EQ. EQ steht für „Electric Intelligence“ und zieht seine Kraft aus den beiden zentralen Mercedes-Benz Werten: Emotion und Intelligenz.

Pressetext (116759 Zeichen)Plaintext

Unter der Bezeichnung EQ Power rollen jetzt und in den nächsten Monaten die ersten neuen Plug-in-Hybride der dritten Generation zu den Kunden. Mercedes-Benz setzt dabei zunächst auf die C-, E- und S-Klasse. Die 13,5 kWh große Batterie ist bei den Hybridfahrzeugen entweder mit einem Benzinmotor oder erstmals auch mit einem Diesel gekoppelt. Weltweit erstmalig ist zudem auch die Kombination der Plug-in-Hybridtechnologie mit einer Brennstoffzelle beim neuen Mercedes-Benz GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch gewichtet: 13,7 kWh/100 km) 3 .

Mit der Weltpremiere des Mercedes-Benz EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)1 hat Mercedes vor wenigen Wochen den Vorreiter seiner neuen Marke EQ vorgestellt. Bis 2022 wird die EQ Pkw-Familie um weitere batterieelektrische Modelle deutlich wachsen. smart geht in Sachen E-Mobilität aufs Ganze: Als erste Automobilmarke strebt smart den kompletten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an: Seit 2017 ist smart in den USA, Kanada und Norwegen ausschließlich elektrisch unterwegs, bis 2020 auch im restlichen Europa. Alle übrigen Märkte sollen kurz darauf folgen.

Hinzu kommt unter der Technologiebezeichnung EQ Boost die Elektrifizierung von modernen Verbrennungsmotoren durch die Integration eines 48-Volt-Bordnetzes. Je nach Motorvariante übernimmt der Integrierte oder Riemengetriebene Starter-Generator Hybridfunktionen wie Boost oder Rekuperieren und ermöglicht Verbrauchseinsparungen, die bisher der Hochvolt-Hybridtechnologie vorbehalten waren. Neben Verbrauchs- und CO 2-Einsparungen verbucht die Technologie ferner einen Zugewinn bei Komfort und Performance.

In EQ steckt das gesamte Elektro-Know-how von Mercedes-Benz Cars. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, sagte bei der Weltpremiere des EQC: „Der E-Antrieb ist ein wichtiger Baustein der Mobilität der Zukunft. Daher investieren wir in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in neue EQ Produkte und über eine Milliarde in die Batterieproduktion.“ Bis 2025 soll so der Gesamtabsatz von batterieelektrischen Modellen von Mercedes-Benz Cars bei 15-25 Prozent liegen, abhängig von den Kundenpräferenzen und der Entwicklung öffentlicher Infrastruktur.

CO2-Bilanz: Das Ganze im Auge behalten 

Die Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugen erfordert naturgemäß einen hohen Aufwand. Mit dem Ausbau der Elektromobilität steht die Automobilindustrie dabei vor neuen Herausforderungen. Als Premiumhersteller ist es der Anspruch von Mercedes-Benz, Produkte zu entwickeln, die in ihrem Marktsegment besonders umweltverträglich sind. Dafür müssen alle verfügbaren Mittel genutzt werden. Vom umwelt- und sozialverträglichen Abbau von Rohstoffen über umweltschonende Produktions- und Verfahrenstechniken bis hin zum Recycling bzw. Remanufacturing: Das Unternehmen geht das Thema ganzheitlich an und betrachtet die Emissionen und den Ressourcenverbrauch seiner Fahrzeuge von Anfang an und über den gesamten Lebenszyklus hinweg. 

Nachhaltigkeit ist Trumpf

 Erst eine Betrachtung des ganzen Lebenszyklus der Fahrzeuge gibt ein realistisches Bild der ökologischen Bilanz des Elektroantriebs. Dabei zeigt sich: Schon heute fällt die Umweltbilanz hinsichtlich der CO2 ‑Emissionen bei den Plug-in-Hybriden positiv aus. Trotz des deutlich höheren Aufwandes in der Herstellungsphase kann der Plug-in-Hybrid über den gesamten Lebenszyklus einen großen Teil der CO2‑Emissionen vermeiden und kommt im besten Fall auf etwa 45 Prozent der Gesamtemissionen. Damit ist die Investition von mehr CO2‑Emissionen bei der Herstellung mehr als ausgeglichen.

EQ Power: Plug-in-Hybride sind eine Schlüsseltechnologie

Die Markteinführung der dritten Generation Plug-in-Hybride ist ein weiterer Schritt im Rahmen der Mercedes-Benz Elektrooffensive. Sie bieten Kunden die Vorteile zweier Welten: In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite des Verbrenners. Sie machen das Fahrzeug insgesamt noch effizienter, weil sie einerseits Energie rekuperieren und andererseits den Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten fahren lassen können. Die EQ Power sorgt außerdem für hohe Dynamik. Auf dem Weg in die Serie sind derzeit:

Der Mercedes-Benz C 300 de als Limousine und T-Modell (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 42 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 19,1-18,7 kWh/100 km) 2 ist ein besonders dynamischer Träger der Plug-in-Hybridtechnologie der dritten Generation von Mercedes-Benz. Erstmals wird sie in der C-Klasse mit dem hochmodernen Vierzylinder-Dieselmotor OM 654 kombiniert. Die Systemleistung beträgt 225 kW/ 306 PS. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das im rein elektrischen Betrieb eine Strecke bis zu 57 km (NEFZ) ohne lokale Emissionen zurücklegen kann. Dabei bietet die Kombination von Diesel- und Elektromotor dank des 9‑Gang-Hybridgetriebes 9G-TRONIC besten Antriebskomfort, souveränen Durchzug und hohe Effizienz. Die Auslieferung der ersten Modelle ist für Mitte 2019 geplant.

Der Mercedes-Benz E 300 e als Limousine (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,0 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 45 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 14,5 kWh/100 km) 3 und der E 300 de als Limousine und T-Modell (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 44-41 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 19,7-18,7 kWh/100 km) 2 zielen auf eine wichtige Zielgruppe der komfortablen Oberklasse von Mercedes-Benz: Vielfahrer, die einerseits Wert auf Langstreckenkomfort legen, aber andererseits rein elektrisch und lokal emissionsfrei beispielsweise in Innenstadtbereiche fahren möchten. Ein weiteres Plus: Die Mercedes-Benz E‑Klasse Plug-in-Hybride bieten auf Wunsch mit bis zu 2.100 kg eine hohe Anhängelast.

Der Mercedes-Benz S 560 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,6-2,5 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 59-57 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 20,2-20,0 kWh/100 km)2 war das erste Modell, in dem die Technologie der aktuellen Plug-in-Hybrid-Generation debütierte. Die weiterentwickelten Komponenten und die neuen Vorausschaufunktionen des intelligenten Antriebsmanagements bringen dem Kunden eine gesteigerte elektrische Performance und nicht zuletzt aufgrund kürzerer Ladezeiten auch ein Plus an Komfort. In der Luxus-Limousine sorgen die Effizienz des 9G TRONIC Plug-in-Hybridgetriebes und eine neue Lithium-Ionen-Batterie für eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern im NEFZ. Der Hybridantrieb des S 560 e kombiniert die270 kW (367 PS) des V6-Ottomotors mit 90 kW EQ Power.

Vorausschauend fahren und sparen: Dabei unterstützt das Assistenzsystem ECO Assistent den Fahrer der EQ und der EQ Power Modelle von Mercedes-Benz - durch Hinweise, wann er den Fuß vom Fahrpedal nehmen kann, etwa weil ein Geschwindigkeitslimit folgt, und durch Funktionen wie Segeln und gezielte Steuerung der Rekuperation. Dafür werden Navigationsdaten, Verkehrszeichenerkennung und Informationen der Intelligenten Sicherheitsassistenten (Radar und Stereokamera) vernetzt genutzt. Dabei werden erstmals auch der Wärmehaushalt des Verbrenners und Funktionen der Abgasnachbehandlung wie die Regeneration des Diesel-Partikelfilters so gesteuert, dass Verbrauch und Emissionen bezogen auf die Fahrtstrecke minimiert werden.

Die Daten der Plug-in-Hybridmodelle im Überblick:  

 

C 300 de 2

E 300 e 3

E 300 de 2

S 560 e 2

Zylinder Zahl/Anordnung/Typ

4/R/Diesel

4/R/Otto

4/R/Diesel

6/V/Otto

Hubraum (cm3)

1.950

1.991

1.950

2.996

Nennleistung Verbrennungsmotor (kW/PS bei 1/min)

143 /194 bei 3.800

155 /211 bei 5.500

143 /194 bei 3.800

270 /367 bei 5.500–6.000

Nenndrehmoment Verbrennungsmotor (Nm bei 1/min)

400 bei 1.600-2.800

350 bei 1.200-4.000

400 bei 1.600-2.800

500 bei 1.800–4.500

Nennleistung E-Motor (kW)

90

90

90

90

Systemleistung (kW/PS)

225/306

235/320

225/306

350/476

Systemdrehmoment (Nm)

700

700

700

700

Beschleunigung 0-100 km/h (s)

5,6 (5,7)

5,7

5,9

5,0

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

250

250

250

250

Höchstgeschwindigkeit elektrisch (km/h)

über 130

über 130

über 130

über 130

Verbrauch kombiniert ab (l/100 km)

1,6-1,4 (1,6-1,5)

2,0

1,6

2,6-2,5

CO2-Emission kombiniert ab (g/km)

42-38 (42-39)

45

44-41

59-57

Akku-Gesamtkapazität (kWh)

13,5

13,5

13,5

13,5

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km)

18,7 (19,1)

14,5

18,7 (19,7)

20,2-20,0

Reichweite E-Fahrt (km)

bis zu 57 (56)

50

bis zu 54 (52)

bis zu 50

Werte in Klammern: T-Modell

Elektromobiles Doppelherz: Batterie und Brennstoffzelle im GLC F-CELL

Der Mercedes-Benz GLC F‑CELL ist ein ganz besonderer Plug-in-Hybrid, denn er kombiniert erstmalig die innovative Brennstoffzellen- und Batterietechnik: er „tankt“ außer Strom an der Steckdose auch reinen Wasserstoff. Das intelligente Zusammenspiel zwischen Batterie und Brennstoffzelle, die hohe Reichweite und kurze Betankungszeiten machen den GLC F‑CELL zu einem alltagstauglichen rein elektrischen Begleiter für Kurz- und Langstrecke. Mit 4,4 kg Wasserstoff an Bord produziert das SUV genügend Energie für eine Reichweite von bis zu 478 km1 im Hybridmodus nach NEFZ. Die große Lithium-Ionen-Batterie liefert vollgeladen allein bis zu 51 km1 Reichweite im NEFZ. Eine Leistung von 155 kW sorgt gleichzeitig für Dynamik und lokal emissionsfreien Fahrspaß.

Services: Entspannt unterwegs auch mit Hochvolt-Technik

Mercedes-Benz wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Mobilitätsdienstleister. EQ bietet mit Mercedes me umfassende Services für die Elektromobilität von heute und morgen. Die intelligenten Services und Funktionen reichen je nach Modell von Routenplanung über Vorklimatisierung und neue Assistenzfunktionen bis zu komfortablem Lade-Handling. Über die EQ optimierte Navigation finden Mercedes-Benz Kunden schnell öffentliche Ladestationen und bekommen angefangen mit dem EQC über Mercedes me Charge bequem Zugang zu Ladesäulen verschiedener Anbieter und profitieren von einer integrierten Bezahlfunktion mit einfacher Abrechnung auch an den Stationen von IONITY, dem europäischen Schnellladenetz. Das Ziel: ein entspanntes, unkompliziertes Reisen mit Transparenz und Planungssicherheit.

Lademöglichkeiten: Flexibel, schnell, unkompliziert

Ob zu Hause via Wallbox, beim Einkaufen, bei der Arbeit oder ultraschnell beispielsweise an der Autobahn: Die Möglichkeiten, Elektrofahrzeuge mit Energie zu versorgen, sind vielfältig. Integraler Bestandteil der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ sind intelligent vernetzte Ladelösungen, die die Mobilitätsbedürfnisse und den Komfort der Kunden im Fokus haben. Ihrem Fahrzeugkonzept und Einsatzzweck entsprechend sind die Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz und smart mit der jeweils passenden Ladetechnologie ausgestattet.

Die Mercedes-Benz Plug-in-Hybride, der GLC F-CELL und der EQC verfügen serienmäßig über einen wassergekühlten On-Board-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 kW und sind damit für das zweiphasige Wechselstrom- (AC-) Laden zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Die EQ Modelle der Marke smart starten mit einem On-Board-Lader mit 4,6 kW und können auf Wunsch mit einem besonders leistungsstarken AC‑Schnelllader mit 22 kW Ladeleistung ausgestattet werden.

Schnelles Laden auf großer Fahrt: Mercedes me Charge ermöglicht mit der Markteinführung des EQC unter anderem auch den Zugang zu den Schnellladestationen des paneuropäischen Schnellladenetzes von IONITY. Das Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von perspektivisch bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit im Vergleich zu heute verfügbaren Systemen.

Produktion: EQ Werke auf drei Kontinenten

Auch Upstream planen Daimler und Mercedes-Benz Cars ganzheitlich. Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ werden in die Serienproduktion der bestehenden Werke von Mercedes-Benz Cars integriert. Das ist möglich, weil das Unternehmen weltweit frühzeitig in maximale Flexibilität und in die High-Tech-Ausstattung mit zukunftsweisenden Industrie-4.0-Lösungen investiert hat.

Der GLC F-CELL wird mit Unterstützung von Partner EDAG in Bremen produziert. Auch der EQC entsteht im Werk Bremen. Neben Bremen bereitet sich das deutsch-chinesische Produktions-Joint Venture Beijing Benz Automotive Co. Ltd. (BBAC) auf den Produktionsstart des EQC für den lokalen Markt in China vor. BBAC ist Teil des globalen Produktionsnetzwerks von Mercedes‑Benz Cars. Weitere Standorte künftiger Mercedes-Benz EQ Modelle sind die Mercedes‑Benz Werke Rastatt (Deutschland), Sindelfingen (Deutschland), Tuscaloosa (USA) sowie der Standort Hambach (Frankreich).

Batterie-Know-how: Der globale Batterieproduktionsverbund

Die lokale Fertigung von Batterien ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Elektrooffensive von Mercedes-Benz Cars und der entscheidende Baustein, um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen. Der weltweite Batterieproduktionsverbund von Mercedes-Benz Cars besteht künftig aus acht Werken auf drei Kontinenten, die flexibel und effizient auf die Marktnachfrage reagieren. Die einzelnen Standorte versorgen die lokale Fahrzeugproduktion und sind, wenn erforderlich, bereit für den Export. Insgesamt wird das Unternehmen über eine Milliarde Euro in die weltweite Batterieproduktion mit jeweils zwei Fabriken im sächsischen Kamenz und in Stuttgart-Untertürkheim (Deutschland) sowie jeweils einer Fabrik in Sindelfingen (Deutschland), Peking (China), Tuscaloosa (USA) und Bangkok (Thailand) investieren.

Das Brennstoffzellen-Kompetenznetzwerk

Auch in der Brennstoffzellentechnik arbeitet Daimler mit einem weltumspannenden Netzwerk. Der Brennstoffzellenstack entsteht bei der Mercedes-Benz Fuel Cell (MBFC) in Barnaby bei Vancouver. Das gesamtheitliche Brennstoffzellenaggregat und das Wasserstoff-Speichersystem hat die Daimler Tochter NuCellSys entwickelt. Die mit Elektroden beschichtete Membran der Brennstoffzelle kommt aus Untertürkheim, die Tanks kommen aus Mannheim.

Elektrischer Transport: Trucks, Buses und Vans gehen ebenfalls ans Netz

Mit Elektro-Lkw sammelt Daimler bereits seit dem Jahr 2010 Erfahrung und hat seit vergangenem Jahr seinen ersten in Serie gefertigten vollelektrischen Lkw auf dem Markt und in Kundenhand: den leichten Lkw Fuso eCanter. Im Bus-Segment werden erste Mercedes-Benz eCitaro ab Ende des Jahres ausgeliefert und bei einer so genannten kundennahen Fahrerprobung in die Praxis gehen. Im Bereich Transporter ist der eVito von Mercedes-Benz Vans ab Mitte 2019 verfügbar. Voraussichtlich Ende 2019 folgt der eSprinter. Im August 2018 zeigte die Studie „Concept Sprinter F-CELL“, wie die Wasserstoff-Technik des GLC F-CELL für ein Wohnmobil umgesetzt werden könnte. Die Fahrzeuge von Daimler Trucks, Daimler Buses und Mercedes-Benz Vans decken somit den gesamten innerstädtischen Verkehr mit Elektrofahrzeugen ab. Und am 17. September startete Mercedes-Benz Trucks die Praxistests seines vollelektrischen schweren Lkw eActros. Insgesamt 20 Kunden aus unterschiedlichen Branchen werden den Elektro-Lkw in ihre Flotte integrieren.

1 Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

2 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

3 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

Langfassung
Driven by EQ

Die Strategie

Electric Intelligence für emissionsfreie Mobilität

Bei der Elektrifizierung des Automobils drückt Mercedes-Benz mächtig aufs Tempo. Bis 2022 soll das gesamte Mercedes-Benz Cars Portfolio elektrifiziert werden. Das bedeutet, dass in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen angeboten werden – vom smart bis zum großen SUV. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten, angefangen von 48-Volt-Versionen über eine breite Auswahl an Plug-in-Hybriden bis hin zu rein elektrischen Fahrzeugen. Zusammengefasst wird die Elektrooffensive bei den Personenwagen unter der neuen Technologie- und Produktmarke EQ. EQ steht für „Electric Intelligence“ und zieht seine Kraft aus den beiden zentralen Mercedes-Benz Werten: Emotion und Intelligenz. Unverzichtbarer Bestandteil dabei ist auch ein umfassendes und nahtloses Service-Umfeld für die Kunden, das von elektrospezifischen Komfortfeatures bis hin zur Infrastruktur alles abdeckt.

In EQ steckt das gesamte Elektro-Know-how von Mercedes-Benz Cars. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, sagte bei der Weltpremiere des EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)1 in Stockholm: „Mit dem EQC als erstem vollelektrischen SUV von Mercedes-Benz legen wir den Schalter um. Der E-Antrieb ist ein wichtiger Baustein der Mobilität der Zukunft. Daher investieren wir in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in neue EQ Produkte und über eine Milliarde in die Batterieproduktion.“ Bis 2025 soll so der Gesamtabsatz von batterieelektrischen Modellen von Mercedes-Benz Cars bei 15-25 Prozent liegen, abhängig von den Kundenpräferenzen und der Entwicklung öffentlicher Infrastruktur.

Der Weg zur emissionsfreien Mobilität hat dabei verschiedene Spuren:

  • EQ Boost: Die Elektrifizierung moderner Verbrennungsmotoren, um ihre Effizienz zu steigern. Mercedes-Benz ist bei der Einführung des 48-Volt-Bordnetzes ganz vorne dabei und hat die Technologie bereits mit der Markteinführung der aktuellen Generation der S-Klasse im letzten Jahr in den Markt eingeführt. Nun folgt der sukzessive Rollout, perspektivisch im gesamten Portfolio. Die Integration von Starter und Generator und die Elektrifizierung von Nebenaggregaten macht das Auto nicht nur effizienter; kurzfristig verfügbares Drehmoment sorgt auch für zusätzlichen Schub und somit einen Zuwachs an Performance.

  • EQ Power : Unter diesem Label entwickelt Mercedes-Benz seine Plug-in-Hybride weiter, um die perfekte Kombination von Verbrenner und Elektroantrieb anzubieten – auch in Verbindung mit der neuesten Generation an Dieselmotoren. Plug-in-Hybride sind eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg in die lokal emissionsfreie Zukunft des Automobils. Sie bieten Kunden die Vorteile zweier Welten: In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite des Verbrenners. Sie machen das Fahrzeug insgesamt noch effizienter, weil sie einerseits Energie rekuperieren und andererseits den Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten fahren lassen können. Die EQ Power sorgt außerdem für hohe Dynamik.

  • EQ Power+ steht für die Performance-Hybridtechnologie, die Mercedes‑AMG in Zukunft auf der Straße und schon heute erfolgreich in der Formel 1 einsetzt.

  • Komplett elektrische Antriebe wie beim EQC, den drei smart EQ Modellen und beim GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2 -Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)2. Bis 2022 wird die EQ Pkw-Familie weiter deutlich wachsen. Basis dafür wird eine maximal flexible, skalierbare Architektur – sowohl hinsichtlich Reichweite als auch Leistung. Wichtig ist dabei auch die Integration der elektrischen Modelle in die bestehenden Produktionsstraßen der jeweiligen Werke, um maximal flexibel auf die Kundennachfrage reagieren zu können.


Mit diesem mehrspurigen Ansatz ist Mercedes-Benz in der Lage, regionale und zeitlich versetzte Anforderungen bei der Wende zu Elektromobilität marktspezifisch zu bedienen und den Kunden passende Fahrzeuge zu ihren individuellen Bedürfnissen anzubieten.

smart wird rein elektrisch: Stromer für die Stadt

smart geht bei der Elektromobilität aufs Ganze. Als erste Automobilmarke strebt smart den konsequenten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an: Seit 2017 ist smart in den USA, Kanada und Norwegen ausschließlich elektrisch unterwegs, ab 2020 soll es in allen übrigen Märkten Europas ausschließlich smart mit batterieelektrischem Antrieb geben. Die restlichen Märkte weltweit sollen kurz darauf folgen.

Elektrischer Transport: Trucks, Buses und Vans gehen ebenfalls ans Netz

Mit Elektro-Lkw sammelt Daimler bereits seit dem Jahr 2010 Erfahrung und hat seit vergangenem Jahr seinen ersten in Serie gefertigten vollelektrischen Lkw auf dem Markt und in Kundenhand: den leichten Lkw Fuso eCanter. Im Bus-Segment werden erste Mercedes-Benz eCitaro ab Ende des Jahres ausgeliefert und bei einer so genannten kundennahen Fahrerprobung in die Praxis gehen. Im Bereich Transporter ist der eVito von Mercedes-Benz Vans ab Mitte 2019 verfügbar. Ende 2019 folgt der eSprinter. Im August 2018 zeigte die Studie „Concept Sprinter F-CELL“, wie die Wasserstoff-Technik des GLC F-CELL für ein Wohnmobil umgesetzt werden könnte. Die Fahrzeuge von Daimler Trucks, Daimler Buses und Mercedes-Benz Vans decken somit den gesamten innerstädtischen Verkehr mit Elektrofahrzeugen ab. Und am 17. September startete Mercedes-Benz Trucks die Praxistests seines vollelektrischen schweren Lkw eActros. Insgesamt 20 Kunden aus unterschiedlichen Branchen werden den Elektro-Lkw in ihre Flotte integrieren.

Elektrische Infrastruktur: Nahtloses Elektro-Erlebnis

Mercedes-Benz wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Mobilitätsdienstleister. EQ bietet mit Mercedes me umfassende Services für die Elektromobilität von heute und morgen. Die intelligenten Services und Funktionen reichen von Routenplanung über Vorklimatisierung und neue Assistenzfunktionen bis zu komfortablem Lade-Handling. Über die EQ optimierte Navigation finden Kunden schnell öffentliche Ladestationen und bekommen angefangen mit dem EQC über Mercedes me Charge bequem Zugang zu Ladesäulen verschiedener Anbieter und profitieren von einer integrierten Bezahlfunktion mit einfacher Abrechnung auch an den Stationen von IONITY, dem europäischen Schnellladenetz. Das Ziel: ein entspanntes, unkompliziertes Reisen mit Transparenz und Planungssicherheit.

Produktion: EQ Werke auf drei Kontinenten

Auch Upstream planen Daimler und Mercedes-Benz Cars ganzheitlich. Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ werden in die Serienproduktion der bestehenden Werke von Mercedes-Benz Cars integriert. Das ist möglich, weil das Unternehmen weltweit frühzeitig in maximale Flexibilität und in die High-Tech-Ausstattung mit zukunftsweisenden Industrie-4.0-Lösungen investiert hat.

Der EQC entsteht im Werk Bremen. Neben Bremen bereitet sich das deutsch-chinesische Produktions-Joint Venture Beijing Benz Automotive Co. Ltd. (BBAC) auf den Produktionsstart des EQC für den lokalen Markt in China vor. BBAC ist Teil des globalen Produktionsnetzwerks von Mercedes‑Benz Cars. Weitere Standorte künftiger Mercedes-Benz EQ Modelle sind die Mercedes‑Benz Werke Rastatt (Deutschland), Sindelfingen (Deutschland), Tuscaloosa (USA) sowie der Standort Hambach (Frankreich).

Batterie-Know-how: Der globale Batterieproduktionsverbund

Die lokale Fertigung von Batterien ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Elektrooffensive von Mercedes-Benz Cars und der entscheidende Baustein, um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen. Der weltweite Batterieproduktionsverbund von Mercedes-Benz Cars besteht künftig aus acht Werken auf drei Kontinenten, die flexibel und effizient auf die Marktnachfrage reagieren. Die einzelnen Standorte versorgen die lokale Fahrzeugproduktion und sind, wenn erforderlich, bereit für den Export. Insgesamt wird das Unternehmen über eine Milliarde Euro in die weltweite Batterieproduktion mit jeweils zwei Fabriken im sächsischen Kamenz und in Stuttgart-Untertürkheim (Deutschland) sowie jeweils einer Fabrik in Sindelfingen (Deutschland), Peking (China), Tuscaloosa (USA) und Bangkok (Thailand) investieren.

1 Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.
2 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

Driven by EQ
Die Technik der dritten Plug-in-Hybrid-Generation von Mercedes-Benz

Plug-in mit Stern: Die Hybrid-Offensive von Mercedes-Benz

Plug-in-Hybride sind eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg in die lokal emissionsfreie Zukunft des Automobils. Sie bieten Kunden die Vorteile zweier Welten: In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite des Verbrenners. Sie machen das Fahrzeug insgesamt noch effizienter, weil sie einerseits Energie rekuperieren und andererseits den Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten fahren lassen können. Mercedes-Benz treibt den Ausbau der dritten Generation seiner Plug-in-Hybride unter dem Stichwort EQ Power voran und verbindet den Hybrid-Antrieb außerdem erstmals mit dem modernen Vierzylinder-Diesel. Eine Demonstration der Möglichkeiten der Mercedes-Benz Hybridstrategie, die zentral für die Marke EQ ist und rasch zu einer breiten Palette an unterschiedlichen Plug-in-Hybriden geführt hat. 

Da Plug-in-Hybride ihre Stärken insbesondere bei größeren Fahrzeugen und gemischten Streckenprofilen ausspielen, setzt Mercedes-Benz aktuell ab der C‑Klasse aufwärts auf dieses Antriebskonzept. Einen wichtigen Vorteil bei der Hybrid-Offensive bietet dabei das intelligente, modulare Hybridkonzept von Mercedes-Benz: Skalierbar aufgebaut, lässt es sich auf eine Vielzahl von Baureihen und Karosserieversionen sowie Links- und Rechtslenkervarianten bei Fahrzeugen mit Heckantrieb übertragen. Die Hybridisierung macht den Verbrennungsmotor effizienter und bietet darüber hinaus ein hohes Maß an Dynamik und Fahrspaß. Und alle neuen Plug-in-Hybride von Mercedes-Benz warten jetzt mit einer rein elektrischen, lokal emissionsfreien Reichweite von rund 50 km (NEFZ) auf.

Hybridtriebkopf im Wandlergetriebe: Mehr Leistung, weniger Platzbedarf

Herzstück der Mechanik aller Plug-in-Hybride der dritten Generation mit Verbrennungsmotor ist das 9-Gang-Hybridgetriebe 9G-TRONIC. Es ergänzt die bekannte Neunstufen-Wandlerautomatik um einen Hybridtriebkopf mit integriertem Wandler, der Trennkupplung und einer leistungsstarken E‑Maschine. Die Vorzüge des Grundgetriebes, wie zum Beispiel der ausgezeichnete Antriebskomfort, kaum wahrnehmbare Schaltvorgänge und bei der E-Klasse eine hohe Anhängelast im Zugbetrieb, werden dabei übernommen. Für den Hybridbetrieb wird die stärkste Baustufe des Grundgetriebes mit einem übertragbaren Drehmoment bis 700 Nm verwendet, um die vereinten Kräfte von Verbrennungs- und Elektromotor bei Bedarf nutzen zu können. Das 9‑Gang-Hybridgetriebe 9G-TRONIC zeichnet sich durch seinen sehr hohen Wirkungsgrad aus und trägt insbesondere während elektrischer Fahrt zur Effizienzsteigerung des Triebstrangs bei.

Der große Vorzug des neuen Hybridtriebkopfs ist sein sehr kompaktes Design, das durch die innovative Integration und Anbindung von Trennkupplung, Torsionsschwingungsdämpfer und Wandlerüberbrückungskupplung innerhalb des Rotors der E-Maschine erreicht wurde. In Summe ergibt sich eine geringe Getriebeverlängerung von 108 mm gegenüber dem 9G-Tronic-Grundgetriebe.

Im Gegensatz zu dem Triebkopf der zweiten Generation, bei dem der Elektromotor direkt mit dem Getriebeeingang verbunden war und eine nasse Anfahrkupplung als Start- und Trennkupplung verwendet wurde, übernimmt nunmehr ein Drehmomentwandler zwischen Elektromotor und Getriebe den Anfahrvorgang. Durch den so möglichen Verzicht auf Anfahrfähigkeit konnte die Trennkupplung hinsichtlich ihres Schleppmoments verbessert werden, um Verluste während der elektrischen Fahrt zu reduzieren.

Um eine bestmögliche Schwingungsentkopplung zu erzielen, werden im Hybridgetriebe zwei Torsionsschwingungsdämpfer eingesetzt, die die Anregungen des Verbrennungsmotors dämpfen. Der erste Schwingungsdämpfer ist zwischen Motor und Getriebe eingebaut, der zweite Schwingungsdämpfer wurde in den Drehmomentwandler integriert.

90 kW elektrische Leistung für alle Plug-in-Hybride

Der zusammen mit Bosch im Joint Venture EM‑motive entwickelte Elektromotor wurde für das Plug-in-Hybridgetriebe 9G-TRONIC neu konzipiert und ist nach dem Prinzip einer permanent erregten Synchronmaschine als Innenläufer aufgebaut. In Verbindung mit der ebenfalls neuen, deutlich leistungsfähigeren Leistungselektronik konnten die Leistungs- und Drehmomentdichte signifikant verbessert werden. 90 kW Spitzenleistung und ein Anfahrdrehmoment von 440 Nm sorgen für ein souveränes Fahrgefühl auch bei rein elektrischer Fahrt und erlauben dabei Höchstgeschwindigkeiten über 130 km/h. Der Stator ist fest in das Triebkopfgehäuse integriert, der Rotor zwischen dem Leistungsfluss von Trennkupplung und Getriebeeingang. Bedarfsgerechte Stator- und Rotorkühlung erlauben es, Spitzen- und Dauerleistung der E-Maschine problemlos zu nutzen.

Mehr Energie, dichter gespeichert, für größere elektrische Reichweite

Entscheidend für die Erhöhung der elektrischen Reichweite auf rund 50 Kilometer ist die auf 13,5 kWh gesteigerte Nennkapazität der neuen Lithium-Ionen-Batterie bei gleicher Batteriegröße. Die Evolution der Zellchemie von Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePo) zu Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt (Li‑NMC) ermöglichte eine Steigerung der Zellkapazität von 22 auf 37 Ah. Das hocheffiziente Batteriesystem stammt von der Daimler-Tochter Deutsche ACCUMOTIVE. Die Leistungselektronik ist im Motorraum untergebracht.

On-Board-Lader mit 7,4 kW Leistung

Der neue On-Board-Lader verdoppelt die Ladeleistung von 3,6 kW auf 7,4 kW und bildet einen bestmöglichen Kompromiss zwischen Baugröße, Gewicht und Ladeleistung. An einer Wallbox ist die leere Batterie so beispielsweise ganz komfortabel zu Hause nach 1,5 Stunden wieder vollständig geladen. Selbst an einer üblichen Haushaltssteckdose gelingt dies innerhalb von ca. fünf Stunden.

Elektrische Klimatisierung des Innenraums – schon vor dem Start

Aus dem Hochvolt-Bordnetz werden neben den Antriebskomponenten und der Unterdruckpumpe des rekuperativen Bremssystems auch der elektrische Kältemittelverdichter und der Hochvolt-Zuheizer versorgt. Beide ermöglichen eine Vorklimatisierung des Innenraums sowohl im Sommer als auch im Winter, weil sie auch ohne Verbrennungsmotor funktionieren.

Intelligente Betriebsstrategie

Die Hybrid-Technologie der dritten Generation unterstützt den Fahrer durch ein weiter verbessertes intelligentes Antriebsmanagement. Es umfasst alle Prozesse, die auf den Energievorrat an Bord zugreifen und auf den Verbrauch Einfluss haben, darunter die Hybrid-Betriebsstrategie, also das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor, die Schaltstrategie des Getriebes, das Thermo-management, also die energieeffiziente Steuerung des Kühlkreislaufs von Verbrenner und elektrischen Baugruppen zur Maximierung der elektrischen Reichweite, das Rekuperationsmanagement und bei den Diesel-Hybriden sogar die Regeneration des Partikelfilters. Durch die erweiterte Verwendung von Daten des Navigationssystems und Informationen der Kamera und der Radarsensoren schauen die Hybrid-Fahrzeuge der dritten Generation weit über das Sichtfeld des Fahrers voraus und stellen sich situativ auf Geschwindigkeitsverlauf und Streckenprofil ein. Auch Ereignisse wie Stadtdurchfahrten auf dem Weg zum Ziel werden bei der Planung der zur Verfügung stehenden elektrischen Energie, bei der Rekuperation und thermischen Konditionierung der Antriebskomponenten berücksichtigt.

ECO Assistent hilft Energie sparen

Beim vorausschauenden Fahren und Sparen unterstützen die neuen Hybride den Fahrer umfassend: Durch Hinweise, wann er den Fuß vom Gas nehmen kann, etwa weil ein Geschwindigkeitslimit folgt, und durch innovative Funktionen wie Segeln und Rekuperation nach Vorausschaudaten. Dafür werden Navigationsdaten, Verkehrszeichenerkennung und Informationen der Intelligenten Sicherheits-assistenten (Radar und Stereokamera) vernetzt genutzt.

Der ECO Assistent bezieht folgende Verkehrssituationen und Informationen in seine Fahrempfehlungen und Effizienzstrategie mit ein:

  • Streckenverlauf (Kurven, Kreuzungen, Kreisverkehre, Gefälle)

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen

  • Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen.

Im Hintergrund erstellt der ECO Assistent permanent Ausrollsimulationen: In Abhängigkeit vom Ladezustand der Batterie und der Verkehrssituation wird dabei ermittelt, ob das Fahrzeug beim Loslassen der Pedale idealerweise mit möglichst geringen Fahrwiderständen weiterrollen sollte („Segeln“) oder ob das Fahrzeug verzögert werden sollte und dabei die Batterie effizient geladen werden kann (Rekuperation). (Details und Beispiele siehe „Unter der Lupe: ECO Assistent“)

Generell unterstützt das haptische Fahrpedal den Fahrer bei einer ökonomischen und komfortablen Fahrweise. Beispielsweise signalisiert ein variabler Druckpunkt im Pedal dem Fahrer die maximal verfügbare elektrische Fahrleistung. Überdrückt der Fahrer den Druckpunkt, schaltet der Verbrennungsmotor zu. Weiterhin erhält der Fahrer durch einen spürbaren Gegendruck im haptischen Fahrpedal eine Empfehlung zum Lösen des Fahrpedals. Folgt der Fahrer der Empfehlung, wird der Verbrennungsmotor abgeschaltet und vom Antriebsstrang abgekoppelt.

Innerhalb der Systemgrenzen regelt der ECO Assistent den Schub situationsgerecht, sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Den Hinweis, dies zu tun, erhält er auch optisch: durch die Einblendung eines Symbols „Fuß vom Gas“ im Zentraldisplay (beziehungsweise, wenn vorhanden, im Head-up-Display). Zugleich wird dem Fahrer durch eine Grafik der Grund der Empfehlung (beispielsweise „Kreuzung voraus“, „Gefälle voraus“) angezeigt.

Um die Motivation des Fahrers zu erhöhen, den Empfehlungen des ECO Assistenten zu folgen, zeichnet der Bordcomputer auf, wie viele Kilometer/wie viel Zeit einer Fahrt er mit ausgeschaltetem Motor unterwegs war, und zeigt dies im Zentraldisplay an. Die Belohnung besteht nicht nur in einem verminderten Verbrauch, sondern auch in einer gesteigerten elektrischen Reichweite.

Performance nach Wunsch des Fahrers: Vier Hybrid-Betriebsmodi

Je nach Wunsch des Fahrers können vier Betriebsmodi vorgewählt werden. Diese sind:

  • HYBRID: Standardeinstellung, alle Funktionen wie elektrisches Fahren, Boost-Betrieb und Rekuperation sind verfügbar und werden nach Fahrsituation und Fahrstrecke eingesetzt

  • E-MODE: Elektrisches Fahren zum Beispiel in der Innenstadt. Das Gaspedal signalisiert den Druckpunkt, wann der Verbrennungsmotor gestartet wird

  • E-SAVE: Die geladene Batterie wird „aufgespart“, um später rein elektrisch fahren zu können

  • CHARGE: Die Batterie wird im Fahrbetrieb geladen.

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Unter der Lupe: Intelligente Betriebsstrategie und Rekuperation

Copilot für effizientes Fahren

Vorausschauend fahren und sparen: Beim Umsetzen dieser wirksamen Effizienzstrategie unterstützt das Assistenzsystem ECO Assistent den Fahrer umfassend - durch Hinweise, wann er den Fuß vom Fahrpedal nehmen kann, etwa weil ein Geschwindigkeitslimit folgt, und durch Funktionen wie Segeln und gezielte Steuerung der Rekuperation. Dafür werden Navigationsdaten, Verkehrszeichenerkennung und Informationen der Intelligenten Sicherheitsassistenten (Radar und Stereokamera) vernetzt genutzt.

Der ECO Assistent bezieht folgende Verkehrssituationen und Informationen in seine Fahrempfehlungen und Effizienzstrategie mit ein:

  • Streckenverlauf (Kurven, Kreuzungen, Kreisverkehre, Gefälle)

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen

  • Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen.

Im Hintergrund erstellt der ECO Assistent permanent Ausrollsimulationen: In Abhängigkeit vom Ladezustand der Batterie und der Verkehrssituation wird dabei ermittelt, ob das Fahrzeug beim Loslassen der Pedale idealerweise mit möglichst geringen Fahrwiderständen weiterrollen sollte („Segeln“) oder ob das Fahrzeug verzögert werden sollte und dabei die Batterie effizient geladen werden kann (Rekuperation).

Generell unterstützt das haptische Fahrpedal den Fahrer bei einer ökonomischen und komfortablen Fahrweise. Beispielsweise signalisiert ein Druckpunkt im Pedal dem Fahrer die maximal verfügbare elektrische Fahrleistung. Überdrückt der Fahrer den Druckpunkt, schaltet der Verbrennungsmotor zu. Weiterhin erhält der Fahrer durch einen spürbaren Gegendruck im haptischen Fahrpedal eine Empfehlung zum Lösen des Fahrpedals. Folgt der Fahrer der Empfehlung, wird der Verbrennungsmotor abgeschaltet und vom Antriebsstrang abgekoppelt.

Innerhalb der Systemgrenzen regelt der ECO Assistent den Schub situationsgerecht, sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Den Hinweis, dies zu tun, erhält er auch optisch: durch die Einblendung eines Symbols „Fuß vom Gas“ im Zentraldisplay (beziehungsweise, wenn vorhanden, im Head-up-Display). Zugleich wird dem Fahrer durch eine Grafik der Grund der Empfehlung (beispielsweise „Kreuzung voraus“, „Gefälle voraus“) angezeigt.

Bei der Entscheidung, ob möglichst widerstandsarm gesegelt oder eher rekuperiert werden soll, berechnet der ECO Assistent vorausschauend die Fahrsituation. Beispiele sind hier Senken oder Kuppen oder vorausliegende Tempolimits, die das System anhand der Kartendaten erkennt.

  • Senke: Das Fahrzeug erkennt, dass nach einem Gefälle eine Steigung folgt, gleichzeitig ist ein Tempolimit angezeigt. Rechtzeitig bekommt der Fahrer den Hinweis „Fuß vom Fahrpedal“. Sobald er diesem Hinweis folgt, rollt das Fahrzeug ohne Antrieb weiter. Bergab wird dann rekuperiert, aber nur so stark, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit gehalten wird. Kurz vor dem Tiefpunkt der Senke wird die Rekuperation beendet und ins Segeln übergegangen, um zu Gunsten der Energieeffizienz möglichst viel Schwung für die Bergauffahrt mitzunehmen.
  • Kuppe: Vor einer Bergkuppe gilt Tempo 90 km/h, danach 100 km/h. Auch hier wird schon vor dem „Kuppen-Gipfel“ „Fuß vom Fahrpedal“ vorgeschlagen und dann gesegelt, sobald das Fahrpedal losgelassen wurde. Im folgenden Gefälle kann die neue Zielgeschwindigkeit von 100 km/h durch Segeln erreicht und das Tempo durch Rekuperation gehalten werden.
  • Tempolimit: Erkennt das System anhand der Navigationsdaten oder über den Verkehrszeichen-Assistenten ein Tempolimit, wird dem Fahrer auch hier der Hinweis „Fuß vom Fahrpedal“ gegeben. Das Fahrzeug wird daraufhin sanft rekuperierend auf die neue Geschwindigkeit verzögert und anschließend wird gesegelt. Auf diese Weise werden auch geeignete Geschwindigkeiten für Kreuzungs-, Kreisverkehr- und Kurvensituationen unterstützt.
  • Langsamer Verkehr: Erkennt das System während des Segelns über die Radarsensoren langsame Vorausfahrer, wird bei Bedarf das Segeln automatisch abgebrochen. Die Verzögerung wird über die Rekuperation so eingestellt, dass oftmals ein Bremsen durch den Fahrer unnötig wird. Beschleunigt das vorausfahrende Fahrzeug wieder, wird das freie Rollen (Segeln) automatisch wieder aktiviert, um nicht weiter zu verzögern und die aktuelle Geschwindigkeit möglichst zu halten. Der Fahrer betätigt bei Bedarf das Fahrpedal.

Um die Motivation des Fahrers zu erhöhen, den Empfehlungen des ECO Assistenten zu folgen, zeichnet der Bordcomputer auf, wie viele Kilometer/wie viel Zeit einer Fahrt er mit ausgeschaltetem Motor unterwegs war, und zeigt dies im Zentraldisplay an. Die Belohnung besteht nicht nur in einem verminderten Verbrauch, sondern auch in einer gesteigerten elektrischen Reichweite.

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Mercedes-Benz C 300 de

Hocheffiziente Souveränität

Der C 300 de als Limousine und T-Modell (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 42 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 19,1-18,7 kWh/100 km)1 ist ein besonders dynamischer Träger der Plug-in-Hybridtechnologie der dritten Generation von Mercedes-Benz. Erstmals wird sie in der C-Klasse mit dem hochmodernen Vierzylinder-Dieselmotor kombiniert. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das im rein elektrischen Betrieb eine Strecke von bis zu 57 km (NEFZ) ohne lokale Emissionen zurücklegen kann. Dabei bietet die Kombination von Diesel- und Elektromotor dank des 9-Gang-Hybridgetriebes 9G-TRONIC besten Antriebskomfort, souveränen Durchzug und hohe Effizienz. Die Auslieferung der ersten Modelle ist für Mitte 2019 geplant. Selbstverständlich wird es auf Basis der aktuellen C-Klasse auch eine Plug-in-Hybridvariante mit Benzinmotor geben.

Der neue Plug-in-Dieselhybrid in der C-Klasse kombiniert den modernsten Dieselmotor von Mercedes-Benz mit einem extern aufladbaren Hybridsystem, dessen neue Lithium-Ionen-Batterie 13,5 kWh Energie speichern kann. Sie kann dank eines wassergekühlten On-Board-Laders mit 7,4 kW Leistung an einer Mercedes-Benz Wallbox (siehe Kapitel „Unter der Lupe: Das Laden“) bei Ausnutzung der gesamten Leistung in ca. 1,5 Stunden von 10 auf 100 Prozent SoC (State of Charge) geladen werden. Selbst an einer üblichen Haushaltssteckdose gelingt dies innerhalb von ca. fünf Stunden.

Der aktuelle Vierzylinder-Dieselmotor OM 654 gibt 143 kW (194 PS) Nenn­leistung und 400 Nm maximales Drehmoment an das 9-Gang-Hybridgetriebe 9G-TRONIC der jüngsten Generation ab. Es hat einen kompakten integrierten Hybrid-Triebkopf mit einem 90 kW starken Elektromotor, der aus dem Stand 440 Nm Drehmoment bereitstellt. Zusammen erzielen die Motoren bis zu 225 kW Systemleistung. Ihr gemeinsames Drehmoment ist auf maximal 700 Nm begrenzt, die bereits bei 1.400 min -1 anliegen.

So souverän wie der Antritt, den dieses satte Drehmoment bietet, ist auch das Energiemanagement der Hybrid-Technologie der dritten Generation. Der ECO Assistent verwendet vorausschauend die Daten aller Fahrassistenzsysteme, wie Radarsensor, Kameras und Navigationssystem, und unterstützt den Fahrer bei einer energiesparenden und umweltfreundlichen Fahrweise. Das Antriebs-management rechnet genau aus, wann der Fahrer am besten vom Gas geht (und den Schwung zum Aufladen nutzt), wann und wie oft das Getriebe schalten sollte, um Kraftstoff zu sparen und die Reichweite des Elektroantriebs zu maximieren, und wie die Betriebstemperatur aller Aggregate gesteuert werden muss, damit die nächste Steigung effizient bewältigt wird. Wenn der Fahrer ein Fahrtziel ins Navigationssystem eingegeben hat, wird die Batterieladung für Stadtdurchfahrten vorgehalten und die Regeneration des Partikelfilters bei Bedarf auf die Autobahnstrecke vorgezogen.

Hybrid-spezifische Partikelfilter-Regeneration

Zur Regeneration des Partikelfilters muss der Verbrennungsmotor ausreichend lange und mit ausreichend hoher Abgastemperatur laufen, während ein Plug-in-Hybrid dann am effektivsten ist, wenn der Verbrenner möglichst oft abgeschaltet wird. Deshalb haben die Mercedes-Benz Diesel-Plug-in-Hybride eine Teilabbrandstrategie, bei der die im Filter gesammelte Partikelladung auch portionsweise abgebrannt werden kann, wenn die Gelegenheit dafür günstig ist. Der Elektromotor kann dabei sogar die Last für den Verbrenner gezielt erhöhen, um die zur Regeneration nötige Abgastemperatur zu erreichen. Der dabei erzeugte Strom lädt die Traktionsbatterie für die nächste emissionsfreie Fahrt.

Fahrprogramm und Betriebsmodus bestimmt der Fahrer

Der Fahrer bleibt dabei natürlich die letzte Instanz, er kann Fahrprogramm und Betriebsmodus wählen und beeinflussen. Der ECO Assistent hilft ihm mit dezenten Hinweisen, wann es sinnvoll ist, Gas wegzunehmen, zu segeln oder zu rekuperieren, und gibt auch über das haptische Gaspedal zu verstehen, wenn mehr Beschleunigung nur durch Einschalten des Dieselmotors möglich ist. Zur Belohnung zeigt er dem Fahrer nach der Fahrt an, wie viele Kilometer er mit abgeschaltetem Verbrennungsmotor geschafft hat. Heizung und Klimaanlage funktionieren im Übrigen unabhängig vom Verbrenner und erlauben es deshalb, den Innenraum sommers wie winters schon vor dem Start zu klimatisieren.

Die Daten im Überblick:

 

C 300 de
Limousine
1

C 300 de
T-Modell
1

Zylinder Zahl/Anordnung/Typ

4/R/Diesel

4/R/Diesel

Hubraum (cm3)

1.950

1.950

Nennleistung Verbrennungsmotor (kW/PS bei 1/min)

143 /194 bei 3.800

143 /194 bei 3.800

Nenndrehmoment Verbrennungsmotor (Nm bei 1/min)

400 bei 1.600-2.800

400 bei 1.600-2.800

Nennleistung E-Motor (kW)

90

90

Systemleistung (kW/PS)

225 /306

225 /306

Systemdrehmoment (Nm)

700

700

Beschleunigung 0-100 km/h (s)

5,6

5,7

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

250

250

Höchstgeschwindigkeit elektrisch (km/h)

über 130

über 130

Verbrauch kombiniert ab (l/100 km)

1,6-1,4

1,6-1,5

CO2-Emission kombiniert ab (g/km)

42-38

42-39

Akku-Gesamtkapazität (kWh)

13,5

13,5

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km)

18,7

19,1

Reichweite E-Fahrt (km)

bis zu 57

bis zu 56

1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

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Mercedes-Benz E 300 e und E 300 de

Der Fortschritt der neuen Plug-in-Hybride von Mercedes-Benz lässt sich an keinem Modell besser nachvollziehen als am neuen E 300 e als Limousine (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,0 l/100 km, CO 2-Emissionen kombiniert: 45 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 14,5 kWh/100 km)1 . Denn er folgt auf den E 350 e, der die dritte Generation der Plug-in-Hybriden 2016 erstmals vorstellte, dessen Komponenten aber noch nicht den heutigen Entwicklungsstand hatten. Ebenfalls neu: E 300 de als Limousine und T‑Modell (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 44-41 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 19,7-18,7 kWh/ 100 km)2 . Beide Antriebsvarianten zielen auf eine wichtige Zielgruppe der komfortablen Oberklasse von Mercedes-Benz: Vielfahrer, die Wert auf Langstreckenkomfort legen und gelegentlich auch von der hohen Anhängelast Gebrauch machen möchten – und die emissionsfrei in Innenstadtbereiche fahren können.

Der E 300 e überzeugt mit einer gegenüber dem E 350 e nochmals gesteigerten Dynamik (0 bis 100 km/h in 5,7 statt 6,2 Sekunden) und durch die gestiegene rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern lokal emissionsfreiem Fahren (NEFZ, E 350 e: 33 km). Beides ermöglichen die weiter entwickelten Komponenten der dritten Plug-in-Hybrid-Generation. Der E 300 de ist mit 5,9 Sekunden von 0 bis 100 km/h kaum weniger dynamisch als der Benziner, emittiert im NEFZ-Zyklus dafür sogar als Limousine nur 41 g CO2 pro Kilometer, was 1,6 Liter Diesel auf 100 km entspricht. Besonders beeindruckend ist seine Reichweite, insbesondere im Verbund mit dem optionalen 60 Liter Tank sollten im Alltag über 1.000 Kilometer zwischen Tankstopps zu schaffen sein.

Der Elektromotor im Hybridtriebkopf des 9-Ganggetriebes 9G-TRONIC bietet bei E 300 e und 300 de eine EQ Power von jetzt 90 kW und stellt aus dem Stand 440 Nm Drehmoment bereit. Arbeiten Vierzylinder und E‑Maschine gemeinsam, leitet das Getriebe elektronisch begrenzt maximal 700 Nm an die Hinterachse weiter (E 350 e: 550 Nm).

Außerdem hat die Hochvolt-Batterie der E-Klasse im selben Bauraum durch eine geänderte Zellchemie einen wesentlich größeren Energieinhalt von 13,5 kWh (bislang: 6,4 kWh). Die Batterie kann dank eines wassergekühlten On-Board-Laders mit 7,4 kW Leistung an einer Wallbox (auch hier bietet Mercedes-Benz eine neue Generation an) bei Ausnutzung der gesamten Leistung in ca. 1,5 Stunden von 10 auf 100 Prozent SoC (State of Charge) geladen werden. Selbst an einer üblichen Haushaltssteckdose gelingt dies innerhalb von ca. fünf Stunden.

Fünf Fahrprogramme und vier Betriebsmodi stehen zur Wahl, mit denen sich die Strategie des Antriebsmanagements sowohl den Fahrerwünschen als auch den Energievorräten an Bord anpasst. Ihre höchste Effizienz erreicht diese Steuerung im Economy- oder Comfort-Programm, denn sie greift auf die Daten aller Fahrerassistenzsysteme wie Radarsensoren, Kamera und Navigationssystem zu und beherrscht das vorausschauende Fahren besser als jeder Chauffeur. Das Antriebsmanagement berücksichtigt Topografie, Streckenverlauf und Verkehrssituation und berechnet daraus, wann der Fahrer am besten vom Gas geht (und den Schwung beim Bremsen zum Aufladen nutzt), wann und wie oft das Getriebe schalten sollte, um Kraftstoff zu sparen und die Reichweite des Elektroantriebs zu maximieren, und wie die Betriebstemperatur aller Aggregate gesteuert werden muss, damit die nächste Steigung effizient bewältigt wird.

Der Fahrer erhält von seinem ECO Assistenten Hinweise im Display vor sich und über den Druckpunkt im Gaspedal, der intuitiv verdeutlicht, wieviel Gas gegeben werden sollte, damit der Verbrennungsmotor so wenig läuft wie möglich. Wer den Ratschlägen folgt und regelmäßig segelt, rekuperiert und rein elektrisch fährt, erhält am Ende der Fahrt die Bestätigung, wie viele Kilometer der Fahrt er völlig ohne Benzinverbrauch und Abgase zurückgelegt hat.

Die Daten im Überblick, zum Vergleich der bisherige E 350 e:

 

E 300 e 1

E 300 de 2

E 350 e
(Vorgänger)

Zylinder Zahl/Anordnung/Typ

4/R/Otto

4/R/Diesel

4/R/Otto

Hubraum (cm3)

1.991

1.950

1.991

Nennleistung Verbrennungsmotor (kW/PS bei 1/min)

155 /211 bei 5.500

143 /194 bei 3.800

155 /211 bei 5.500

Nenndrehmoment Verbrennungsmotor (Nm bei 1/min)

350 bei 1.200-4.000

400 bei 1.600-2.800

350 bei 1.200-4.000

Nennleistung E-Motor (kW)

90

90

65

Systemleistung (kW/PS)

235/320

225/306

210/286

Systemdrehmoment (Nm)

700

700

550

Beschleunigung 0-100 km/h (s)

5,7

5,9

6,2

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

250

250

250

Höchstgeschwindigkeit elektrisch (km/h)

über 130

über 130

über 130

Verbrauch kombiniert (l/100 km)

2,0

1,6

2,1

CO2-Emission kombiniert (g/km)

45

44-41

49

Reichweite E-Fahrt (km)

50

bis 54 (52)

33

Akku-Energieinhalt (kWh)

13,5

13,5

6,4

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km)

14,5

19,7 (T-Modell)
18,7 (Limousine)

11,5

1 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.
2 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die NEFZ-CO2-Werte i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

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Mercedes-Benz S 560 e

Die S-Klasse unter den Hybriden

Die S Klasse hat wieder einmal den Weg gewiesen: Das erste Modell, in dem alle Komponenten der aktuellen Plug-in-Hybrid-Generation debütierten, war der S 560 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,6-2,5 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 59-57 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 20,2-20,0 kWh/100 km)1. Die weiterentwickelten Komponenten und die neuen Vorausschaufunktionen des intelligenten Antriebsmanagements bringen dem Kunden eine gesteigerte elektrische Performance und nicht zuletzt aufgrund kürzerer Ladezeiten auch ein Plus an Komfort. In der Luxus-Limousine sorgen die Effizienz des 9G TRONIC Plug-in-Hybridgetriebes und eine neue Lithium-Ionen-Batterie für eine rein elektrische Reichweite von rund 50 Kilometern. Der Hybridantrieb des S 560 e kombiniert die 270 kW (367 PS) des V6-Ottomotors mit 90 kW EQ Power zu einer maximalen Systemleistung von bis zu 350kW. Die Markteinführung startet heute, 10. Oktober.

Schon die erste Hybridgeneration bei Mercedes-Benz startete 2009 mit dem S 400 Hybrid in einer S-Klasse, damals mit 15 kW starker E-Maschine direkt am Verbrenner ohne Trennkupplung. So konnte der Elektromotor beim Bremsen Energie zurückgewinnen und beim Beschleunigen elektrischen Boost liefern, aber das Auto nicht allein antreiben. In der zweiten Generation lag der Elektromotor bereits am Getriebeeingang und konnte vom Verbrenner (Benziner oder Diesel) getrennt agieren.

Das erste Plug-in-Hybridsystem von Mercedes-Benz wurde 2014 mit dem S 500 Plug-In Hybrid angeboten. Im verfügbaren Bauraum wurde ein Energieinhalt von 8,7 kWh für eine elektrische Reichweite von 33 km im NEFZ realisiert. Die Leistung des elektrischen Antriebs wurde auf 85 kW/340 Nm gesteigert, was im Verbund mit dem 245 kW starken Sechszylinder-Ottomotor eine Performance auf Achtzylinder-Niveau ermöglichte.

Der Hybridantrieb des S 560 e kombiniert die 270 kW (367 PS) des V6‑Ottomotors mit 90 kW elektrischer Leistung. Vor allem aber kommt er dank einer deutlich mehr Energie speichernden Lithium-Ionen-Batterie rein elektrisch rund 50 Kilometer weit. Die neue Zellchemie mit Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt (Li-NMC) bietet eine Zellkapazität von 37 Ah statt bisher 22. Das hocheffiziente Batteriesystem stammt erstmals in der S‑Klasse von der 100‑prozentigen Daimler-Tochter Deutsche ACCUMOTIVE. Der bisher separat im Kofferraum untergebracht DC/DC-Wandler wurde in das Gehäuse der Leistungselektronik integriert. Die neue Batterie hat trotz des um ca. 50 Prozent gestiegenen Energieinhalts geringere Abmessungen als beim Vorgänger.

Die Batterie kann dank eines wassergekühlten On-Board-Laders mit 7,4 kW Leistung an einer Wallbox (auch hier bietet Mercedes-Benz eine neue Generation an) bei Ausnutzung der gesamten Leistung in ca. 1,5 Stunden von 10 auf 100 Prozent SoC (State of Charge) geladen werden. Selbst an einer üblichen Haushaltssteckdose gelingt dies innerhalb von ca. fünf Stunden.

Die vier Betriebsmodi der Hybrid-Antriebssteuerung und die fünf vom Fahrer wählbaren Fahrprogramme kontrollieren das Zusammenspiel der Technik, so dass der Fahrer stets die Entscheidung darüber behält, ob er das dynamische zweimotorige Kraftpaket oder die souverän effiziente Luxuslimousine genießen möchte. Im letzteren Fall bemüht sich die Steuerung, den Verbrenner möglichst wenig zu benutzen, und zugleich die Batterieladung bestmöglich für die Fahrtstrecke einzuteilen. Der ECO Assistent nutzt dazu die Daten aller Fahrassistenzsysteme inklusive des Navigationssystems, und zeigt im Display und mit dem Druckpunkt im Gaspedal an, wann der Fahrer am besten vom Gas geht.

Die Belohnung sind viele Kilometer mit ausgeschaltetem Verbrennungsmotor, die umso mehr Gelegenheit geben, den ganz besonderen Komfort der S-Klasse zu genießen.

Die Daten im Überblick:

 

S 560 e 1

Zylinder Zahl/Anordnung/Typ

6/V/Otto

Hubraum (cm3)

2.996

Nennleistung Verbrennungsmotor (kW/PS bei 1/min)

270 /367 bei 5.500–6.000

Nenndrehmoment Verbrennungsmotor (Nm bei 1/min)

500 bei
1.800–4.500

Nennleistung E-Motor (kW)

90

Systemleistung (kW/PS)

350 /476

Systemdrehmoment (Nm)

700

Beschleunigung 0-100 km/h (s)

5,0

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

250

Höchstgeschwindigkeit elektrisch (km/h)

über 130

Verbrauch kombiniert (l/100 km)

2,6-2,5

CO2-Emission kombiniert (g/km)

59-57

Akku-Gesamtkapazität (kWh)

13,5

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km)

20,2-20,0

Reichweite elektrisch (km)

bis 50

  1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die NEFZ-CO2-Werte i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

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Mercedes-Benz GLC
F-CELL

Elektromobiles Doppelherz: Batterie und Brennstoffzelle

Der Mercedes-Benz GLC F‑CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)1 ist ein ganz besonderer Plug-in-Hybrid, denn er kombiniert erstmalig die innovative Brennstoffzellen- und Batterietechnik: Er „tankt“ außer Strom auch reinen Wasserstoff. Das intelligente Zusammenspiel zwischen Batterie und Brennstoffzelle, die hohe Reichweite und kurze Betankungszeiten machen den GLC F‑CELL zu einem alltagstauglichen rein elektrischen Begleiter für Kurz- und Langstrecke. Mit 4,4 kg Wasserstoff an Bord produziert das SUV genügend Energie für eine Reichweite von bis zu 478 km1 im Hybridmodus im NEFZ. Die große Lithium-Ionen-Batterie liefert allein bis zu 51 km1 Reichweite im NEFZ. Eine Leistung von 155 kW sorgt gleichzeitig für Dynamik und lokal emissionsfreien Fahrspaß. Erste Fahrzeuge werden Ende Oktober an ausgewählte Kunden übergeben.

Mit dem GLC F-CELL hat Mercedes-Benz einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie gemacht. Er verfügt über ein völlig neu entwickeltes Brennstoffzellensystem, das so kompakt ist, dass es erstmals vollständig im Motorraum untergebracht und an denselben Aufhängungspunkten wie ein konventioneller Motor montiert wird. Zudem wurde der Einsatz von Platin in der Brennstoffzelle im Vergleich zum Vorgängerfahrzeug um 90 Prozent reduziert. So werden Ressourcen geschont und Systemkosten verringert – ohne Abstriche in der Leistungsfähigkeit. Zwei karbonfaserummantelte Tanks, die im Fahrzeugboden verbaut sind, fassen 4,4 kg Wasserstoff. Dank der weltweit standardisierten 700-bar-Tanktechnologie ist der Wasserstoffvorrat innerhalb von nur drei Minuten aufgefüllt – so schnell, wie man es von einem Auto mit Verbrennungsmotor gewohnt ist. Bei einem Wasserstoffverbrauch von etwas mehr als 1 kg/100 km schafft der GLC F-CELL rund 430 wasserstoffbasierte Kilometer im NEFZ - im Hybridmodus kommen noch einmal bis zu 51 km bei vollgeladener Batterie dazu.

Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Bruttokapazität von 13,5 kWh und dient zusätzlich als Energiequelle für den Elektromotor. Per Plug-in-Technologie lässt sie sich über den 7,4 kW On-Board-Lader an einer haushaltsüblichen Steckdose, einer Wallbox oder einer öffentlichen Ladestation bequem aufladen – bei Ausnutzung der gesamten Leistung in ca. 1,5 Stunden von 10 auf 100 Prozent SoC (State of Charge). Ebenso wie der Antriebsmotor, eine Asynchronmaschine mit einer Leistung von 155 kW (211 PS) und einem Drehmoment von 365 Nm, ist der leistungsstarke Akkumulator platzsparend im Heck des SUV untergebracht.

Abgestimmt: Betriebsstrategie mit einzigartiger Kombinationsvielfalt

Der innovative Plug-in-Brennstoffzellenantrieb kombiniert die Vorzüge beider emissionsfreien Technologien und passt aufgrund seiner intelligenten Betriebsstrategie die Nutzung beider Energiequellen, beeinflusst auch vom gewählten Fahrprogramm ECO, COMFORT oder SPORT, stets optimal an die jeweilige Betriebssituation an.

Vier Betriebsmodi sind vorgesehen:

HYBRID: Das Fahrzeug zieht Leistung aus beiden Energiequellen. Leistungsspitzen deckt die Batterie ab, die Brennstoffzelle wird im optimalen Wirkungsgradbereich betrieben.

F-CELL: Der Ladezustand der Hochvoltbatterie wird durch die Energie der Brennstoffzelle konstant gehalten. Nur der Wasserstoffvorrat wird verbraucht. Dieser Modus ist optimal für konstante Fahrt auf Langstrecken.

BATTERY: Der GLC F-CELL fährt rein batterieelektrisch, gespeist aus der Hochvoltbatterie. Das Brennstoffzellensystem ist nicht aktiv. Dies ist der ideale Modus für kurze Strecken.

CHARGE: Das Laden der Hochvoltbatterie hat Priorität, beispielsweise um vor einem Wasserstoff-Tankvorgang die Batterie für die maximale Gesamtreichweite nachzuladen, oder Leistungsreserven zu schaffen.

In allen Betriebsmodi verfügt das System über eine Rekuperationsfunktion, die es ermöglicht, Energie beim Bremsen und beim Ausrollen zurückzugewinnen und im Akku zu speichern.

Für die Batterie und für alle Bauteile, die Wasserstoff enthalten, gelten besonders strenge, Mercedes-typische Sicherheitsvorgaben. Neben der Absicherung im Fahrzeugcrash werden an allen Mercedes-Benz Fahrzeugen zusätzliche Komponententests auf Systemebene durchgeführt, die weit über die üblichen Tests hinausgehen. Die Antriebskomponenten sowie die Wasserstofftanks des GLC F-CELL sind platzsparend und geschützt im Motorraum sowie im Unterboden untergebracht.

Die Intelligenten Sicherheitsassistenten von Mercedes-Benz sind beim GLC F‑CELL ebenfalls sämtlich an Bord. In allen Fahrzeugen, die rein elektrisch fahren können, haben ihre Sensoren eine zusätzliche Aufgabe: Sie unterstützen mit ihren Signalen die Antriebssteuerung bei der Wahl einer reichweiteschonenden, effizienten Strategie für die Nutzung der Energievorräte an Bord. Unter Berücksichtigung von Streckenverlauf, Gelände und Verkehrssituation wird die einmal in die Beschleunigung des Wagens gesteckte Energie intelligent genutzt. Der Fahrer kann natürlich immer auch andere Prioritäten setzen, aber er wird über dezente Hinweise informiert, was er intuitiv tun kann, um seine Reichweite zu optimieren.

Selbstbewusst: Mit den Genen eines echten Mercedes

Alltagstauglichkeit und Komfort des GLC F-CELL sind trotz des außergewöhnlichen Antriebskonzeptes so, wie man es bei einem Mercedes‑Benz erwartet. Selbst der Kofferraum ist bis auf eine minimale Stufe unverändert, und die Rücksitze sind nur etwas höher angebracht, um Platz für die Wasserstofftanks zu machen. Der Klimakomfort des GLC F-CELL ist auf dem Niveau konventioneller Fahrzeuge, die Vorklimatisierung des Innenraumes unter Netzladestrom ist ein intelligenter Weg, die Reichweite zu schonen. Bei kühleren Temperaturen wird das Fahrzeug energieeffizient die Abwärme der Brennstoffzelle nutzen und optimiert damit die Energiebilanz des Fahrzeugs.

Über Mercedes me stehen verschiedene Fernabfragen zum Fahrzeugstatus zur Verfügung: aktueller Wasserstoff-Tankinhalt, aktueller Ladestatus der Batterie, aktuelle Reichweite, gefahrene Kilometer, Fahrtzeit und Verbrauch seit letztem Start sowie die gleichen Angaben seit der letzten Rückstellung des Tageskilometerzählers.

Der GLC F-CELL ist an der Vorderachse mit Schraubenfedern und an der Hinterachse mit einer Ein-Kammer-Luftfederung mit integrierter automatischer Niveauregulierung ausgestattet. So erfolgt auch bei Beladung keine Änderung der Ein- und Ausfederwege an der Hinterachse, was für ein ausgewogenes Schwingungsverhalten mit nahezu konstanter Aufbaueigenfrequenz auch bei Beladung sorgt.

Vertrieb gezielt in H2-Metropolen

Der GLC F-CELL steht kurz vor seiner Markteinführung. Bereits Ende Oktober werden erste Fahrzeuge an ausgewählte Kunden in Deutschland übergeben. Im Fokus bei der Markteinführung stehen vor allem Metropolen, die heute schon vergleichsweise gut mit Wasserstofftankstellen ausgerüstet sind: Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, München, Köln und Düsseldorf. Angeboten wird der serienmäßig sehr gut ausgestattete GLC F-CELL ausschließlich in einem Full-Service-Mietmodell: Es umfasst unter anderem die gesamte Wartung und mögliche Reparaturen sowie ein umfangreiches Garantiepaket über die gesamte Mietdauer.

Produktion: Weltweites Kompetenznetzwerk

Bei der Produktion des innovativen Brennstoffzellenantriebs greift Daimler auf sein weltweites Kompetenznetzwerk zurück. Das Herzstück der Technologie, der Brennstoffzellen-Stack, wird bei Mercedes-Benz Fuel Cell (MBFC) im kanadischen Vancouver produziert. Das gesamtheitliche Brennstoffzellen-aggregat und das Wasserstoff-Speichersystem entwickelte die Daimler Tochter NuCellSys im baden-württembergischen Kirchheim/Nabern. Das Daimler Stammwerk Untertürkheim verantwortet eine Betriebsstätte für die Brennstoffzellen-Systemmontage ebenfalls am Standort Nabern. Das aus karbonfaserummantelten Behältern bestehende Wasserstofftanksystem wird im Daimler Werk Mannheim gefertigt und die Lithium-Ionen-Batterie kommt von der 100-prozentigen Daimler Tochter ACCUMOTIVE aus Kamenz/Sachsen. Der voll alltagstaugliche und familienfreundliche SUV wird wie der GLC mit konventionellem Antrieb in Bremen gefertigt.

Pioniere: Daimler arbeitet seit über 30 Jahren an der Brennstoffzelle

Daimler-Forscher beschäftigen sich seit den 1980er Jahren mit der Technologie. Als Pionier stellte Mercedes-Benz 1994 das erste Brennstoffzellenfahrzeug der Weltöffentlichkeit vor – der NECAR 1. Viele weitere Fahrzeuge folgten, bis heute haben die Brennstoffzellenfahrzeuge von Mercedes-Benz, darunter auch die B-Klasse F-CELL, insgesamt über achtzehn Millionen Kilometer zurückgelegt und die Marktreife des Antriebskonzepts unter Beweis gestellt.

Infrastruktur ist maßgebend

Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität ist eine flächendeckende Infrastruktur. Sowohl der Ausbau von Stromladestationen als auch von Wasserstofftankstellen wird weltweit forciert. Ob zu Hause, bei der Arbeit, unterwegs oder beim Einkaufen: Die Möglichkeiten, Elektrofahrzeuge mit Strom zu versorgen, sind vielfältig. Auch in puncto H2 -Infrastruktur geht es stetig voran. Daimler hat für Deutschland gemeinsam mit seinen Partnern im Joint Venture H2 Mobility bereits einen konkreten Handlungsplan erstellt.

Bis Ende nächsten Jahres soll das H2-Tankstellennetz von derzeit 51 auf 100 Stationen anwachsen. Das langfristige Ziel der Partner sieht ein Netz von bis zu 400 Wasserstofftankstellen vor. Ähnliche Infrastrukturprojekte werden in Europa, den USA und Japan vorangetrieben.

Technische Daten 

 

GLC F-CELL1

CO2-Emission kombiniert (g/km)

0

Wasserstoffverbrauch kombiniert im Hybrid-Modus (kg/100 km)

0,34

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km)

13,7

H2-Reichweite im Hybrid-Modus (NEFZ) (km)

478

Batterieelektrische Reichweite im
Batterie-Modus (NEFZ) (km)

51

Motor

Elektromotor

Nennleistung (kW/PS)

155 (211)

Max. Drehmoment (Nm)

365

Batterie

Lithium-Ionen

Energieinhalt (brutto/netto) (kWh)

13,5 /9,3

Brennstoffzelle

PEM

Tankfüllung H2 (kg)
(nutzbar bei SAE J2601, 2014 oder neuer)

4,4

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

160 (abgeregelt)

Länge (mm)

4.671

Breite (mm)

2.096

Höhe (mm)

1.653

Spurweite (mm)

1.625 (VA) | 1.621 (HA)

Radstand (mm)

2.873

1 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

Driven by EQ
smart EQ fortwo, smart EQ fortwo Cabrio, smart EQ forfour

Stromer für die Stadt 

Als erste Automobilmarke strebt smart den konsequenten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an: Seit 2017 ist smart in den USA, Kanada und Norwegen ausschließlich elektrisch unterwegs, bis 2020 soll es in ganz Europa ausschließlich smart mit batterieelektrischem Antrieb geben. Der Rest der Welt soll dann in Kürze folgen.

Schon heute machen smart EQ fortwo und smart EQ forfour (Stromverbrauch kombiniert: 20,8 – 14,5 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)1 den Einstieg in die Elektromobilität so attraktiv wie noch nie. Denn sie verbinden die Agilität des smart mit lokal emissionsfreiem Fahren – die ideale Kombination für urbane Mobilität. Nach smart fortwo coupé und smart forfour ist im Frühjahr 2018 auch das smart fortwo cabrio mit batterieelektrischem Antrieb gestartet.

Mit 160 Newtonmeter Drehmoment, die direkt beim Start zur Verfügung stehen, beschleunigt der 60 kW starke Stromer ausgesprochen agil. Eine Batterieladung genügt für eine stadtverkehrsgerechte Reichweite. smart EQ fortwo und smart EQ forfour können an der Haushaltssteckdose aufgeladen werden – mit dem serienmäßigen leistungsstarken On-Board-Lader je nach Länderversion bis zu doppelt so schnell wie bisher. Seit März 2018 ist ein 22‑kW‑Schnelllader bestellbar, mit dem die Ladezeit an einer Wallbox auf unter 40 Minuten (10-80%) verkürzt werden kann.

Der Elektromotor ist ein so genannter fremderregter Drehstrom-Synchronmotor. Bei dieser Bauart befindet sich auf dem Rotor eine Wicklung, die erst durch fließenden Strom magnetisiert wird. Die Steuerung des Energieflusses von der Hochvoltbatterie zum Elektromotor erfolgt über die Leistungselektronik, die kompakt mit der Antriebseinheit verblockt ist.

Aufgrund der Leistungscharakteristik des Elektromotors kommt der smart mit einer einzigen festen Getriebeübersetzung aus. Schalten ist somit überflüssig – ein großer Vorteil im dichten Stadtverkehr. Zum Rückwärtsfahren ändert sich die Drehrichtung des Motors.

Mit dem ECO-Modus steht ein besonders energieeffizientes Fahrprogramm zur Wahl. Die radarbasierte Rekuperation steuert die Energierückgewinnung je nach Verkehrslage. Um Energie zu sparen und noch mehr Reichweite zu gewinnen, verfügen smart EQ fortwo und smart EQ forfour zudem über eine Vorklimatisierung.

Über die “smart EQ control“-App lassen sich viele elektrospezifische Informationen per Smartphone, Tablet oder PC abrufen und Funktionen wie Vorklimatisierung oder intelligentes Laden bequem aus der Ferne steuern.

Die Daten im Überblick:

 

smart EQ fortwo 1

smart EQ fortwo Cabrio 1

smart EQ forfour 1

Motor/Bauart

Fremderregter Drehstrom-Synchronmotor

Dauerleistung (kW)

41

Max. Leistung (kW)

60

Max. Drehmoment (Nm)

160

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km), 4,6 kW-Bordlader

15,7-13,9

15,8-13,9

16,4-14,5

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km), 22 kW-Bordlader an Wallbox

14,5-12,9

14,5-13,0

15,4-13,4

Stromverbrauch kombiniert (kWh/100 km), 22 kW-Bordlader an Haushaltssteckdose

20,1-18,0

20,2-18,0

20,8-18,6

CO2-Emission kombiniert (g/km)

0

Effizienzklasse

A+

Reichweite

154-160

145-159

139-154

Beschleunigung 0-60 km/h (s)

4,9

5,1

5,5

Beschleunigung 0-100 km/h (s)

11,5

11,8

12,7

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

130

130

130

 1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Weiterführende Informationen inklusive der WLTP-Werte, finden Sie auf www.smart.at 

Driven by EQ
Mercedes-Benz EQC

Der Mercedes-Benz unter den Elektrofahrzeugen

Mitte 2019 ist es so weit: Mit dem EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)1 kommt das erste Mercedes-Benz Fahrzeug der Marke EQ auf die Straße. Mit seinem nahtlosen, klaren Design und markentypischen Farbakzenten ist er Vorreiter einer avantgardistischen Elektro-Ästhetik und Sinnbild für den Beginn einer neuen Mobilitätsära bei Daimler. In puncto Qualität, Sicherheit und Komfort ist der EQC der Mercedes-Benz unter den Elektrofahrzeugen. Hohe Fahrdynamik und die Fahreigenschaften eines Allradantriebs dank zweier elektrischer Antriebsstränge (eATS) an Vorder- und Hinterachse mit zusammen 300 kW Leistung verbinden sich mit einer ausgeklügelten Betriebsstrategie, die eine elektrische Reichweite von über 450 km nach NEFZ (vorläufige Angaben)1 ermöglicht und Elektromobilität bequem und alltagstauglich macht. EQ bietet mit Mercedes me umfassende Services für die Elektromobilität von heute und morgen. Die intelligenten Services und Funktionen rund um den EQC reichen von Routenplanung über Vorklimatisierung und neue Assistenzfunktionen bis zu komfortablem Lade-Handling.

Aufgrund seiner kraftvollen Proportion zählt der EQC zu den Crossover-SUV. Die gestreckte Dachlinie und die Scheibengrafik mit einer tief positionierten Bordkante und dem coupéhaften Dacheinzug am Heck positionieren ihn optisch zwischen einem SUV und einem SUV-Coupé.

Zur Verringerung des Stromverbrauchs und zur Steigerung der Dynamik sind die eATS unterschiedlich ausgelegt: Die vordere E-Maschine ist für den schwachen bis mittleren Lastbereich auf bestmögliche Effizienz optimiert, die hintere bestimmt die Dynamik. Zusammen bringen sie eine Leistung von 300 kW auf die Straße, das maximale Drehmoment beider E-Maschinen beträgt zusammen 765 Nm.

Mit 80 kWh (NEFZ) Energieinhalt versorgt die Lithium-Ionen-Batterie das Fahrzeug. Verbrauch und Reichweite hängen auch bei Elektrofahrzeugen sehr stark von der Fahrweise ab. Der EQC unterstützt seinen Fahrer durch fünf Fahrprogramme mit unterschiedlicher Charakteristik: COMFORT, ECO, MAX RANGE, SPORT und ein individuell anpassbares Programm. Eine wesentliche Rolle bei den sparsameren Fahrprogramm-Varianten spielt das haptische Fahrpedal, das den Fahrer beim ökonomischen Fahren leitet. Darüber hinaus hat der Fahrer die Möglichkeit, die Rekuperationsleistung über Schaltwippen, so genannten Paddles, hinter dem Lenkrad zu beeinflussen.

Beim vorausschauenden Fahren hilft das Assistenzsystem ECO Assistent dem Fahrer umfassend: durch Hinweise, wann er den Fuß vom Fahrpedal nehmen kann, etwa weil ein Geschwindigkeitslimit folgt, und durch Funktionen wie Segeln und gezielte Steuerung der Rekuperation. Dafür werden Navigationsdaten, Verkehrszeichenerkennung und Informationen der Intelligenten Sicherheitsassistenten (Radar und Stereokamera) vernetzt genutzt.

Entspannt unterwegs auch mit Hochvolttechnik

Einzelne, punktuelle Dienstleistungen rund um die Elektromobilität gibt es schon länger. Neu beim EQC ist der ganzheitliche Ansatz: Die intelligente Vernetzung einzelner Dienste und Funktionen erleichtert dem EQC Fahrer in allen Phasen die Nutzung seines Fahrzeugs.

Mit der Vorklimatisierung hat der Fahrzeuginnenraum schon bei Abfahrt die gewünschte Temperatur. Der Wagen wird dazu entsprechend heruntergekühlt bzw. aufgeheizt. Die Programmierung ist auf mehrere Weisen möglich: direkt über MBUX - Mercedes-Benz User Experience oder über die Mercedes me App, hier kann entweder eine einzelne Abfahrtszeit oder ein Wochenprofil angelegt werden. Wird der Vorgang gestartet oder beendet, erhält der Fahrer auf Wunsch Push-Benachrichtigungen auf sein Handy und ist so immer auf dem aktuellen Stand. Die Vorklimatisierung während eines Ladevorgangs ist reichweitenschonend, denn der Energiebedarf wird über den Ladestrom abgedeckt.

Über die EQ optimierte Navigation finden Mercedes-Benz Kunden schnell öffentliche Ladestationen und bekommen über Mercedes me Charge bequem Zugang zu Ladesäulen verschiedener Anbieter. Sie profitieren von einer integrierten Bezahlfunktion mit einfacher Abrechnung auch an den Stationen von IONITY, dem europäischen Schnellladenetz. Das Ziel: ein entspanntes, unkompliziertes Reisen mit Transparenz und Planungssicherheit.

Die EQ optimierte Navigation ist besonders auf den Betrieb rein elektrischer Fahrzeuge wie des EQC abgestimmt und arbeitet intelligent. Denn auf Basis zahlreicher Faktoren plant sie automatisch eine Route inklusive Ladestopps, falls nötig. Unter anderem fließen dabei die aktuelle elektrische Reichweite, der aktuelle Stromverbrauch, der individuell von der Fahrweise, der Topographie und dem Verkehrsfluss bestimmt ist, sowie verfügbare Ladestationen ein. Die Berechnung legt stets die schnellste Route unter Berücksichtigung der kürzesten Ladezeit zugrunde entsprechend werden Schnellladestationen bevorzugt. Der Kunde muss also nicht immer zwingend vollladen, sondern lädt flexibel in Bezug auf die Gesamtreisezeit. Zudem reagiert die Routenplanung dynamisch auf Änderungen. Sie kann off- und onboard erfolgen, also außerhalb (über die Mercedes me App) und innerhalb des Fahrzeugs. Die Reise lässt sich daher entweder bereits vor der Abreise bequem von zu Hause aus oder direkt und spontan im Auto planen.

Die EQ spezifische Sprachsteuerung wird über „Hey Mercedes“ aktiviert und erleichtert dank natürlichem Sprachverständnis die Bedienung des EQC. Denn die LINGUATRONIC von MBUX erkennt und begreift viele Fragen oder Kommandos zu elektroautospezifischen Bedienthemen. Einige Beispiele: „Zeig mir den Energiefluss“, „Welche Ladeeinstellungen sind gewählt?“, „Lade das Fahrzeug auf 85 Prozent“ oder „Ich möchte morgen um 8 Uhr starten“ sowie „Wo ist die nächste Ladestation?“.

Das Laden: Flexibel und schnell

Der EQC verfügt serienmäßig über einen wassergekühlten On-Board-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 kW und ist damit für das Wechselstrom- (AC-) Laden zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Bis zu drei Mal schneller als an einer Haushaltssteckdose erfolgt das Laden an einer Mercedes-Benz Wallbox. Und noch schneller geht es über Gleichstromladen – beim EQC serienmäßig – zum Beispiel via CCS (Combined Charging Systems) in Europa und den USA sowie CHAdeMO in Japan oder GB/T in China. Abhängig vom SoC (Status of Charge, deutsch: Ladestand) lädt der EQC an einer entsprechenden Ladestation mit einer maximalen Leistung von bis zu 110 kW. Die Ladezeit beträgt dann etwa 40 Minuten von 10 - 80 Prozent SoC (vorläufige Angabe). 

Technische Daten  

 

Mercedes-Benz EQC1

CO2-Emission (g/km)

0

Stromverbrauch (NEFZ) (kWh/100 km)

22,2*

Reichweite (NEFZ) (km)

über 450*

Antrieb

2 Asynchron-Maschinen, Allradantrieb

Nennleistung (kW/PS)

300 (408)

Max. Drehmoment (Nm)

765

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

180 (abgeregelt)

Beschleunigung 0-100 km/h (s)

5,1

Batterie

Lithium-Ionen

Energieinhalt Batterie (NEFZ) (kWh)

80

Batteriegewicht (kg)

650

Länge/Breite (mit Spiegel)/Höhe (mm)

4.761/1.884 (2.096) /1.624

Spurweite (VA/HA) (mm)

1.625/1.615

Radstand (mm)

2.873

Gepäckraum (je nach Ausstattung) (L)

ca. 500

Leergewicht/zul. Gesamtgewicht/Zuladung (DIN) (kg)

2.425*/2.930/505

zul. Anhängelast bei 12% Steigung (kg)

1.800

*vorläufige Angaben
1 Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

Driven by EQ
Unter der Lupe: Das Laden

Lademöglichkeiten: Flexibel, schnell, unkompliziert

Ob zu Hause via Wallbox, beim Einkaufen, bei der Arbeit oder ultraschnell beispielsweise an der Autobahn: Die Möglichkeiten, Elektrofahrzeuge mit Energie zu versorgen, sind vielfältig. Integraler Bestandteil der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ sind intelligent vernetzte Ladelösungen, die die Mobilitätsbedürfnisse und den Komfort der Kunden im Fokus haben. Ihrem Fahrzeugkonzept und Einsatzzweck entsprechend sind die Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz und smart mit der jeweils passenden Ladetechnologie ausgestattet.

Die Mercedes-Benz Plug-in-Hybride, der GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)1 und der EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)2 verfügen serienmäßig über einen wassergekühlten On-Board-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 kW und sind damit für das zweiphasige Wechselstrom- (AC-) Laden zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Die EQ Modelle der Marke smart starten mit einem On-Board-Lader mit 4,6 kW und können auf Wunsch mit einem besonders leistungsstarken AC‑Schnelllader mit 22 kW Ladeleistung ausgestattet werden. Die jeweilige Ladezeit für eine Vollladung hängt von der verfügbaren Infrastruktur und der länderspezifischen Fahrzeugausstattung ab. Viel schneller als an einer Haushaltssteckdose erfolgt (abhängig vom jeweiligen Fahrzeug) das Laden an einer Mercedes-Benz Wallbox, die eine Ladeleistung bis zu 22 kW ermöglicht.

Auch das öffentliche Schnellladen via Gleichstrom (DC) gewinnt zunehmend an Bedeutung, zum Beispiel via CCS (Combined Charging Systems) in Europa und den USA sowie CHAdeMO in Japan oder GB/T in China. Mit der Markteinführung des neuen EQC erweitert Mercedes-Benz sein Ladeangebot um diese Technologie und bietet seinen Kunden somit die Möglichkeit, abhängig vom SoC (Status of Charge, deutsch: Ladestand) der Batterie an einer entsprechenden Ladestation mit einer maximalen Leistung von bis zu 110 kW zu laden, was die Ladezeit beträchtlich verkürzt. Die Ladezeit beträgt dann etwa 40 Minuten von 10 - 80 Prozent SoC (vorläufige Angaben). Perspektivisch ermöglicht das System auch Ladeleistungen bis zu 350 kW. Die Einigung auf den europäischen Stecker-Standard CCS, den Daimler in den vergangenen Jahren zusammen mit weiteren Partnern vorangetrieben hat, vereinfacht zugleich den Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes.

Die neue Mercedes-Benz / smart Wallbox: schnelles Laden für zu Hause

Mit der neuen Generation der Mercedes-Benz / smart Wallbox wird das heimische Laden noch komfortabler: Die Ladestation für zu Hause ist leistungsstärker denn je und ermöglicht unter anderem erstmals auch die Steuerung verschiedener Funktionen über das Smartphone.

Die neue Generation Heimladestation verfügt über ein elegantes Gehäusedesign mit Kabelmanagement. Kunden haben die Wahl zwischen drei Versionen: die Basisvariante Wallbox Home (verfügbar seit Juni 2018), die internetfähige Wallbox Advanced sowie die Wallbox Twin (beide voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 verfügbar) für das gleichzeitige Laden von zwei Fahrzeugen. Alle Varianten sind bei den Mercedes-Benz und smart Vertriebspartnern erhältlich.

Die intelligenten Wallboxen Advanced und Twin sind internetfähig, besitzen einen integrierten Stromzähler und ermöglichen eine Zugangskontrolle per RFID (Radio Frequency Identification – Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen). Dadurch ist die Verwaltung mehrerer Fahrzeuge verschiedener Nutzer möglich. Mit der neuen Wallbox Web App sind die Ladesteuerung, Nutzerverwaltung, Ladestatistiken sowie kostenoptimiertes Laden in einem Zeitraum mit günstigem Stromtarif ganz einfach über das Smartphone einstellbar.

Mit der Mercedes-Benz / smart Wallbox kann der Ladevorgang zu Hause bis zu drei Mal schneller erfolgen als an der Haushaltssteckdose. Durch die Standardisierung des Ladesteckers der Wallbox können zudem neben Mercedes-Benz und smart Fahrzeugen auch elektrifizierte Fahrzeuge anderer Hersteller aufgeladen werden. Mit bis zu 22 kW Leistung (oder zweimal 11 kW bei der Wallbox Twin) sind die Wallboxen auf das noch schnellere Laden künftiger Fahrzeuggenerationen mit stärkeren On-Board-Ladern vorbereitet.

Bequemes Laden und Bezahlen

Die öffentliche Infrastruktur von Ladestationen ist vielfältig und in ständiger Entwicklung. Allein in Europa gibt es weit über 200 verschiedene Betreiber von Ladestationen an öffentlichen Plätzen (Stadt, Parkplätze, Autobahnen, Einkaufszentren usw.). Daimler hat sich zum Ziel gesetzt, den Kunden den Zugang zu diesen Ladestationen so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Über die EQ optimierte Navigation und Mercedes me finden Mercedes-Benz Kunden schnell öffentliche Ladestationen. Das System deckt dabei bis zu 90 Prozent der verfügbaren Infrastruktur ab. Angefangen mit dem EQC bekommen sie über Mercedes me Charge zudem auch bequem Zugang zu den entsprechend verknüpften Ladesäulen und profitieren von einer integrierten Bezahlfunktion mit einfacher Abrechnung. auch an den Stationen von IONITY, dem europäischen Schnellladenetz. Das Ziel: ein entspanntes, unkompliziertes Reisen mit Transparenz und Planungssicherheit.

smart EQ control App: Perfekter digitaler Begleiter

smart vereinfacht den Zugang zur Elektromobilität: Seit August ist die neue smart EQ control App verfügbar - die digitale Verlängerung der smart EQ Modelle. Zahlreiche Informationen zum Auto wie beispielsweise der aktuelle Ladezustand und die Steuerung von Fahrzeugfunktionen wie Vorklimatisierung sind in dieser App vereint und werden personalisiert dargestellt. Zu den neuen Features zählen zudem intelligente Push-Mitteilungen, die dem Nutzer vorausschauende Vorschläge geben.

Schnelles Laden auf großer Fahrt

Mercedes me Charge ermöglicht künftig unter anderem auch den Zugang zu den Schnellladestationen des paneuropäischen Schnellladenetzes von IONITY. Das Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von perspektivisch bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit im Vergleich zu heute verfügbaren Systemen. Dies sorgt insbesondere bei Langstrecken für eine angenehme Reise. Entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa wird IONITY bis 2020 insgesamt rund 400 Schnellladestationen errichten und betreiben. IONITY wurde im November 2017 als Gemeinschaftsunternehmen der BMW Group, der Daimler AG, der Ford Motor Company und dem Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche gegründet.

Für Unternehmen und Flottenbetreiber bietet Mercedes-Benz zudem intelligente Ladelösungen an, mit denen Flottenmanager alle Ladevorgänge überwachen und abrechnen können. Selbst die Verrechnung von Kosten, die Fahrern eines Firmenwagens beim Laden zu Hause entstehen, ist integriert.

Auf Wachstumskurs: Das Wasserstoff-Tankstellennetz

Mit der Gründung des branchenübergreifenden Gemeinschafts­unternehmens H 2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co.KG haben die sechs Industrieunter­nehmen Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total im Jahr 2015 die Weichen für den stufenweisen Ausbau des bundesweiten Wasserstoff (H2)-Tankstellennetzes auf bis zu 400 Stationen gestellt. Seit der Gründung des branchenübergreifenden Gemeinschaftsunternehmens wächst das deutsche H2-Tankstellennetz mit zunehmendem Tempo: 2018 liefert H2 Mobility im Schnitt alle zwei Wochen eine Wasserstoff-Tankstelle. 2019 sollen es dann 100 öffentliche Wasserstoff-Stationen für Pkw in Deutschland sein. In den EU-Nachbarländern wie z.B. Dänemark, England, Norwegen, Frankreich, den Niederlanden und Belgien zeichnet sich ebenfalls der Aufbau eines öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellennetzes ab.

Ähnliche Infrastrukturprojekte werden zudem auch international vorangetrieben. So setzen insbesondere Japan, aber auch die USA und Korea auf einen wachsenden Markt für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle.

1 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2 -Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

2 Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

Driven by EQ
Die Produktion

Flexibel und effizient unabhängig von der Antriebstechnologie

Die Integration der Elektrofahrzeuge in die bestehende Produktion bietet enorme Vorteile: Entsprechend der Marktnachfrage können die Werke flexibel und effizient die Produktion von Fahrzeugen unterschiedlicher Antriebsarten anpassen – von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, Hybridantrieb und Elektromotoren. So kann die Kundennachfrage optimal erfüllt werden, die Werke sind bestmöglich ausgelastet. Bewährte Produktionsprozesse und hohe Fertigungsstandards stellen dabei die Top-Qualität von Mercedes-Benz auch bei neuen Modellen unabhängig vom Antriebskonzept sicher.

  • Das Mercedes-Benz Werk Rastatt wird Kompetenzzentrum für die Produktion von EQ Modellen der Kompaktklasse.

  • Das Mercedes-Benz Werk Bremen wird Kompetenzzentrum für die Produktion batterieelektrischer Modelle der Mittelklasse.

  • Hinsichtlich der Antriebssystemintegration des GLC F-CELL unterstützt der Partner EDAG das Werk Bremen in unmittelbarer Werksnähe.
  • Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen wird Kompetenzzentrum für batterieelektrische Modelle der Ober- und Luxusklasse.

  • Neben den bewährten Modellen der Marke smart wird ein weiteres kompaktes Elektrofahrzeug der Marke EQ künftig auch am Standort Hambach (Frankreich) produziert.

  • Im US-Werk Tuscaloosa (MBUSI, Mercedes-Benz U.S. International) sollen künftig SUVs der Produkt- und Technologiemarke EQ vom Band laufen.

  • In Peking (BBAC, Beijing Benz Automotive Co.) wird neben dem EQC ebenfalls ein kompaktes Elektrofahrzeug gefertigt.


Der globale Batterieproduktionsverbund


Die lokale Fertigung von Batterien ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Elektrooffensive von Mercedes-Benz Cars und der entscheidende Baustein, um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen. Damit ist das Produktionsnetzwerk für die Mobilität der Zukunft sehr gut aufgestellt. Erster europäischer Standort für Traktionsbatterien ist Kamenz, Sachsen, bei der Deutschen Accumotive, einer 100-prozentigen Tochter der Daimler AG. Bereits seit 2012 fertigt die Accumotive Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Batterien für Pkw und Nutzfahrzeuge sowie Antriebsbatterien für die heutigen smart EQ fortwo und forfour. Zukünftig werden auch die Batterien für den EQC und die weiteren, geplanten EQ-Modelle an den hauseigenen Produktionsstandorten hergestellt. Am Standort Kamenz investiert das Unternehmen derzeit rund 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik.

Mit Blick auf die geplante Elektrofahrzeugoffensive unter der Produkt- und Technologiemarke EQ forciert Mercedes-Benz Cars den Aufbau eines globalen Batterieproduktionsverbundes mit Standorten in Europa, Asien und Nordamerika. Insgesamt wird das Unternehmen über eine Milliarde Euro in die weltweite Batterieproduktion mit jeweils zwei Fabriken im sächsischen Kamenz und in Stuttgart-Untertürkheim (Deutschland) sowie jeweils einer Fabrik in Sindelfingen, Peking (China), Tuscaloosa (USA) und Bangkok (Thailand) investieren.

Der weltweite Batterieproduktionsverbund von Mercedes-Benz Cars besteht damit künftig aus acht Werken auf drei Kontinenten, die flexibel und effizient auf die Marktnachfrage reagieren. Die einzelnen Standorte versorgen die lokale Fahrzeugproduktion und sind, wenn erforderlich, bereit für den Export.

Bald CO2-neutrale Fahrzeugproduktion

Neben der lokal emissionsfreien Mobilität ist die Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe eines der wichtigsten Motive für die Elektrooffensive. Konsequenterweise stellt sich auch die Produktion dieser Herausforderung. Alle deutschen Werke werden bis 2022 eine CO2 -neutrale Energieversorgung etablieren.

In Deutschland verfügt Mercedes-Benz Cars über acht Fahrzeug- und Powertrain-Werke (Bremen, Rastatt, Sindelfingen, Berlin, Hamburg, Kamenz, Kölleda, Stuttgart-Untertürkheim), die Strom zukaufen oder eigene Kraftwerke betreiben. Künftig stammt zugekaufter Strom zu 100 Prozent nachweisbar aus regenerativen Quellen, wie beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft. Dies entspricht circa drei Vierteln des benötigten Strombedarfs in den deutschen Werken. Der Rest des Strombedarfs wird in eigenen hocheffizienten Gas-KWK Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) erzeugt. Die dabei entstehenden CO2‑Emissionen werden durch qualifizierte Kompensationsprojekte ausgeglichen.

Driven by EQ
Die Nachhaltigkeit

Das Ganze im Auge behalten

Trotz eines höheren Energiebedarfs bei der Produktion bieten die Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz im Vergleich zu konventionellen Antrieben auch heute schon bei der Ökobilanz in Sachen CO2-Emissionen einen deutlichen Vorteil. Erst eine Betrachtung des gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge ergibt dabei ein realistisches Bild . Elektrofahrzeuge können dabei aufgrund ihrer emissionsfreien Fahrt einen großen Teil der zunächst mehr aufgebrachten CO2‑Emissionen wieder gut machen. Das Potenzial auf diesem Feld ist noch groß. So wird sich der Ressourceneinsatz in der Produktion künftig weiter verringern. Das Ziel der Daimler AG ist es, den Primärrohstoffeinsatz für elektrische Antriebe bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. Neben dem sparsamen Umgang mit den Ressourcen spielen die Aufarbeitung von Bauteilen und das Recycling eingesetzter Rohstoffe eine wichtige Rolle. Der ganzheitliche Ansatz umfasst zudem auch den Einsatz von Fahrzeugbatterien in stationären Energiespeichern.

Um die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs bewerten zu können, betrachten Daimler die Emissionen und den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Dies geschieht mittels einer Ökobilanz, die die wichtigsten Umweltwirkungen erfasst – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Verwertung. Dabei zeigt sich: Schon heute fällt die Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden hinsichtlich der CO2‑Emissionen trotz des höheren Aufwandes in der Herstellung durchaus positiv aus. Trotz des höheren Energiebedarfsbei in der Herstellungsphase bieten die Plug-in-Hybriden und Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz im Vergleich zu konventionellen Antrieben auch heute schon bei der Ökobilanz in Sachen CO2-Emissionen deutliche Vorteile und kommen im besten Fall auf etwa 45 Prozent der Gesamtemissionen. Damit ist die Investition von mehr CO2‑Emissionen bei der Herstellung mehr als ausgeglichen.

Die Herstellung eines konventionellen Autos mit Benzinmotor erzeugt heute etwa 20 Prozent der CO2-Emissionen, die dieses Fahrzeug über seine Lebensdauer von durchschnittlich 200.000 km verursachen wird. Anders ausgedrückt: Der Energieverbrauch beim Fahren einschließlich der Gewinnung, Produktion und Distribution des Kraftstoffs macht 80 Prozent der CO 2-Emissionen eines Ottomotor-Pkw aus.

Günstiger ist die Bilanz bei Fahrzeugen mit Dieselmotor: Ihre Herstellung erzeugt ähnliche Emissionen, der Kraftstoffverbrauch ist aber deutlich geringer. Unter dem Strich führt dies über den Lebenszyklus zu einer CO 2‑Ersparnis von etwa 13 Prozent.

Hohes Potenzial bei richtiger Nutzung: der Plug-in-Hybrid

Ein Plug-in-Hybrid der neuen Mercedes-Benz Generation verursacht in der Herstellung durch die Technologiebauteile, besonders die Hochvoltbatterie, einen 20 Prozent höheren CO2 Ausstoß als ein vergleichbarer Wagen mit konventionellem Antrieb. Konsequente Nutzung der Plug-in-Funktion durch regelmäßiges Aufladen der Batterie am Netz und die höhere Effizienz im Fahrbetrieb ermöglichen selbst beim aktuellen Strommix 40 Prozent weniger CO2-Emissionen im Fahrbetrieb. Wird die Batterie des Fahrzeugs ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betankt, steigt die CO2-Ersparnis im Fahrbetrieb auf 70 Prozent.

Trotz des deutlich höheren Aufwandes in der Herstellung kann der Plug-in-Hybrid daher über den gesamten Lebenszyklus einen großen Teil der CO2‑Emissionen einsparen und kommt im besten Fall auf etwa 45 Prozent der Gesamtemissionen eines Verbrenners. Damit ist die Investition von mehr CO2‑Emissionen bei der Herstellung mehr als gerechtfertigt.

Diese Tendenz trifft noch mehr bei rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zu. Diese verursachen in der Herstellung heute noch 80 Prozent höhere CO 2-Emissionen als ein Verbrenner. Sie sparen aber im Fahrbetrieb mit konventionellem Strommix etwa 65 Prozent CO2 gegenüber diesem ein. Dadurch sind ihre Gesamtemissionen an CO2 über den ganzen Lebenszyklus bei gleicher Laufleistung um mindestens 40 Prozent geringer.

Gelingt es, das Batteriefahrzeug nur mit regenerativem Strom zu betreiben, schrumpfen die CO2-Emissionen über den Lifecycle betrachtet um 70 Prozent gegenüber dem Verbrenner. Auf sehr ähnliche Zahlen kommt der Brennstoffzellenantrieb, der in der Herstellung weniger, im Fahrbetrieb aber etwas mehr Emissionen als das Batteriefahrzeug verursacht, und bei dem die Bereitstellung des Wasserstoffs einen großen Einfluss auf den Gesamteffekt hat.

Batterietechnik macht Elektroantrieb immer attraktiver

Der Vorsprung der EQ Modelle in der CO2-Bilanz wird in Zukunft weiter wachsen. Denn die Optimierung der Batterietechnologie und -produktion bietet ein großes Potenzial für weitere Einsparungen. Schon heutige Batterien verursachen in der Herstellung rund 25 Prozent weniger CO 2-Emissionen als Traktionsbatterien der ersten Generation. Für die nächste Generation stellen Experten Einsparungen in derselben Größenordnung in Aussicht: Die künftigen Batterien werden also nur noch halb so hohe CO2-Emissionen in der Herstellung verursachen wie die erste Generation, und ein Drittel weniger als die heutige.

Auch der Einsatz primärer Ressourcen, also von Rohstoffen, wird stark sinken und besonders manche Materialien wie Kobalt, deren Gewinnung mit starken Umweltbelastungen verbunden ist, werden nahezu ganz ersetzt werden. Die Batterien werden eine höhere Energiedichte haben und bei gleicher Reichweite kleiner und leichter sein, oder bei gleicher Größe und Gewicht deutlich größere Reichweiten erreichen. Umweltbilanz und Attraktivität der Elektromobilität für den Autofahrer werden sich langfristig weiter verbessern – besonders, wenn die Energie aus regenerativen Quellen bezogen wird. Daimler hat sich das Ziel gesetzt, den Einsatz an Primärrohstoffen im elektrischen Antriebsstrang bis 2030 um 40 Prozent zu senken.

Angesichts des erwarteten Anstiegs an Elektrofahrzeugen wird dies aber für eine wirklich nachhaltige Produktion nicht genügen. Das stoffliche Recycling der verwendeten Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Platin, Kobalt und seltenen Erden ist integraler Bestandteil der Betrachtung und beginnt bereits bei der Konzeption der Bauteile an. Diese Betrachtung geht hin bis zur Überwachung der gesamten Lieferkette ab der Mine bis zum Recycling. Dabei liegt auch ein hohes Augenmerk auf der Einhaltung der Menschenrechte bei den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Mercedes-Benz Cars führt dafür beispielsweise Vor-Ort-Kontrollen mit interdisziplinären Teams durch. Zur Verstärkung der Wirkung der eigenen Maßnahmen engagiert sich die Daimler AG in zahlreichen Initiativen, unter anderem in der Responsible Cobalt Initiative. Durch den Beitritt bündelt das Unternehmen seine Kräfte mit anderen Wirtschaftsunternehmen. Mit dem Human Rights Respect System hat Daimler einen systematischen Ansatz zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten. Der Anspruch: eine saubere Herkunft der Rohstoffe, zertifizierbare Standards und eine transparente Lieferkette von der Mine bis hin zum Recycling des Fahrzeugs.

CO2-neutrale Energieversorgung der Montagewerke

In der ganzheitlichen Strategie der Daimler AG spielt auch der Aspekt der Energieversorgung der Produktion eine bedeutende Rolle. Deshalb werden alle Mercedes-Benz Werke in Deutschland bis 2022 auf eine CO2 -neutrale Energieversorgung beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft umgestellt. Damit verringert sich der CO2-Aufwand im Lebenszyklus der Fahrzeuge um den Anteil, der auf die Montage der Baugruppen entfällt. (Siehe Kapitel Produktion)

Recycling-Konzept: Von der Wiederverwendung bis zur Verwertung

Zur Umsetzung der Recycling-Prozesskette und Sicherung des zukünftigen Rohstoffbedarfes für die Elektromobilität beteiligt sich die Daimler AG aktiv an der Forschung und Entwicklung von neuen Recyclingtechnologien. Erkenntnisse zum Recyceln von Lithium-Ionen Batterien konnten bereits vielfach in verschiedenen Forschungsprojekten und in Zusammenarbeit mit Lieferanten und Entsorgungspartnern gesammelt werden. Dabei wurden innovative Recyclingkonzepte entwickelt, die eine hochwertige Wiedergewinnung der wertvollen Bauteile bzw. Inhaltsstoffe ermöglichen. Für den Recyclingprozess hat das Unternehmen daher vier Stufen definiert und entsprechende Prozesse entwickelt:

  • ReUse : Wiederverwendung der Batterie. Hier beschränkt sich die Aufarbeitung auf Reinigungsarbeiten und den Tausch von Teilen mit begrenzter Nutzungsdauer wie z. B. Sicherungen.

  • RePair: Diese tiefergehende Reparaturstufe schließt zusätzlich Reparaturarbeiten an der Batterie ein. So können einzelne Module des Batteriesystems ausgetauscht werden.

  • ReManufacturing : Dieser Prozess umfasst die komplette Zerlegung der Batterie bis auf Einzelzellebene. Nach deren Sortierung, Prüfung und dem Austausch von Bauteilen kann das Batteriesystem wiederaufgebaut werden.

  • ReMat: Dieser Prozess umfasst das stoffliche Recycling und die Wiedergewinnung der wertvollen Inhaltsstoffe. Für das Produktrecycling von Hochvoltbatterien hat die Daimler AG bereits heute am Standort Mannheim ein zentrales Aufarbeitungszentrum eingerichtet.

     

Besonders auf den Punkt „ReUse“ hat sich Daimler mit der Gründung der hundertprozentigen Tochter Mercedes-Benz Energy GmbH in Form von stationären Energiespeichern fokussiert: Denn der Lebenszyklus einer Plug-in- oder E-Fahrzeug-Batterie muss nicht mit dem Automobilbetrieb enden, sie lassen sich für stationäre Batteriespeicher weiterverwenden. Bei dieser Anwendung kommt es auf geringe Leistungsverluste nicht an, sodass ein wirtschaftlicher Betrieb im stationären Bereich für schätzungsweise mindestens zehn weitere Jahre möglich ist. Durch die Weiterverwendung der Lithium-Ionen-Module lässt sich deren wirtschaftliche Nutzung also quasi verdoppeln.

Der erste 2nd-Life-Batteriespeicher ging im Oktober 2016 am REMONDIS-Hauptsitz im westfälischen Lünen ans Netz. Das 13-Megawatt­stunden-Projekt ist ein Joint Venture der Partner Daimler AG, The Mobility House AG und GETEC. Insgesamt 1.000 gebrauchte Batteriesysteme aus batterieelektrischen smart Fahrzeugen der zweiten Generation werden zu einem Stationärspeicher gebündelt und am deutschen Primärregelenergiemarkt vermarktet.

Auch Batteriesysteme, die noch nicht in Elektroautos zum Einsatz kamen, sondern als Ersatzteile vorgehalten werden, lassen sich als Energiespeicher zweitverwenden.

  • Rund 3.000 der für die aktuelle Elektro-smart Fahrzeugflotte vorgehaltenen Batteriemodule werden als „lebendes Ersatzteillager“ in der Nähe von Hannover zu einem Stationärspeicher gebündelt. Das Ersatzteillager dient als Schwankungsausgleich im deutschen Stromnetz und unterstützt so die Energiewende. Die Fertigstellung der Gesamtanlage mit einer Speicherkapazität von insgesamt 17,4 MWh ist noch für 2018 geplant.

  • Ein weiterer Großspeicher aus elektroautomobilen Batteriemodulen ging Ende Juni 2018 in Elverlingsen/Südwestfalen in Betrieb. Dort werden als „lebendes Ersatzteillager“ 1.920 Batteriemodule für den elektrischen smart der dritten Generation bevorratet. Diese stehen mit einer installierten Leistung von 8,96 MW und einer Energiekapazität von 9,8 MWh als Batteriespeicher dem Energiemarkt unter anderem zur Erbringung von Primärregelleistung zur Verfügung

Driven by EQ

Das Glossar

Die wichtigsten Fachbegriffe

48-Volt-Bordnetz: bietet bei gleichen Strömen die vierfache Leistung seines 12-Volt-Vorgängers und ermöglicht Verbrauchseinsparungen. Nebenaggregate wie der Kältemittelverdichter der Klimaanlage können elektrisch betrieben werden. Dabei vermeidet das Niedrigvolt-System die zusätzliche Sicherheitsarchitektur eines Hochvolt-Netzes.

9G-TRONIC Plug-in-Hybridgetriebe: Basierend auf dem Automatikgetriebe 9G-TRONIC PLUS entstand das Hybridgetriebe der dritten Generation. Im innovativen Hybridtriebkopf sitzen Wandler, Trennkupplung und E-Maschine. Die hochkompakte Bauweise wird durch die Integration und Anbindung von Trennkupplung, Torsionsschwingungsdämpfer und Wandlerüberbrückungskupplung innerhalb des Rotors der E Maschine erreicht.

Boost-Funktion: Kurzfristige Unterstützung eines Verbrennungsmotors durch einen Elektromotor beim Beschleunigen. Die Gesamtleistung beider Motoren kann höher sein als das Leistungspotenzial des Verbrenners allein, oder sie wird so aufgeteilt, dass ein Betrieb des Verbrenners in einem verbrauchs- oder emissionsungünstigen Betriebspunkt vermieden wird.

Brennstoffzelle (engl.: Fuel Cell): besonderes galvanisches Element, in dem aus der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff Strom erzeugt wird. Eine Brennstoffzelle besteht aus Elektroden, die durch eine Membran oder Elektrolyt (Ionenleiter) voneinander getrennt sind. Die Brennstoffzelle erzeugt elektrischen Strom und Wärme. Für die Anwendung in Automobilen eignet sich aufgrund ihrer hohen Leistungsdichte und ihres hohen Wirkungsgrades insbesondere die PEM-Brennstoffzelle. Sie hat eine Kunststoff-Membran als Elektrolyt (PEM = Polymer Electrolyte Membrane), die für Protonen leitfähig ist. Ihre Arbeitstemperatur liegt bei 80 Grad Celsius.

CO2: Kohlenstoffdioxid oder Kohlendioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. Unter ausreichender Sauerstoffzufuhr entsteht CO2 beispielsweise bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen. Die CO 2-Emissionen von Verbrennungsmotoren sind proportional zu ihrem Kraftstoffverbrauch.

EQ Boost: Die Elektrifizierung herkömmlicher Verbrennungsmotoren, um ihre Effizienz zu steigern, indem integrierte Starter-Generatoren (ISG) und àriemengetriebene Starter-Generatoren (RSG) in einem 48-Volt-Bordnetz außer der Stopp-Start-Funktion auch eine kurzfristige Drehmomentunterstützung des Verbrenners liefern und bei Verzögerungen Energie rekuperieren.

EQ optimierte Navigation: Routenführung, die die elektrische Reichweite der Batterie abhängig von ihrem Ladezustand und die Verfügbarkeit von öffentlichen Ladestationen entlang und in der Nähe der Route berücksichtigt und die aufgrund dieser Parameter ökonomischste Routenführung auswählt.

EQ Power: Unter diesem Label entwickelt Mercedes-Benz seine Plug-in-Hybride weiter. Plug-in-Hybride ermöglichen lokal emissionsfreies Fahren mit rein elektrischem Antrieb im Kurzstreckenbetrieb, besonders in der Stadt. Auf Langstrecken profitieren sie von der Reichweite und der existierenden Infrastruktur des Verbrenners. Weitere Vorzüge sind die Rekuperation der Bewegungsenergie des Fahrzeugs bei Verzögerung durch Laden der Batterie, und die Unterstützung des Verbrenners durch den Elektromotor zur Kraftstoffersparnis.

Euro 6d-TEMP: Die Europäische Union legt in Verordnungen die Emissionsgrenzwerte für Kraftfahrzeuge fest. In der Emissionsstufe Euro 6d-TEMP sind in einer RDE-Fahrt sowohl die Euro 6-Stickoxidgrenzwerte als auch die Euro 6-Grenzen für die Partikelanzahl unter Berücksichtigung gesetzlich definierter Konformitätsfaktoren zu bestätigen. Weiterhin sind wie in der Emissionsstufe Euro 6c die Euro 6-Grenzwerte auch im Labor gemessen nach WLTP zu bestätigen. Euro 6d-TEMP gilt für neue Emissionstypen ab dem 1.9.2017, für alle Neuzulassungen ab dem 1.9.2019. Ab 2020 sind Emissionen nach dem Nachfolgestandard Euro 6d zu ermitteln.

Seit September 2017 prüft Mercedes-Benz alle neuen Emissionstypen nach Euro 6d-TEMP. Teil der neuen Norm sind WLTP und RDE. Parallel wird weiterhin ein NEFZ-Verbrauchs- bzw. CO2-Wert ermittelt und in den Pressematerialien und Werbeunterlagen ausgewiesen. Ausgehend von den Testergebnissen im WLTP wird unter Einsatz des vom Gesetzgeber vorgeschriebenen und zur Verfügung gestellten CO2MPAS-Tools ein NEFZ-Wert ermittelt. Unter bestimmten Einschränkungen werden alternativ bzw. zusätzlich Tests nach NEFZ entsprechend der EU-Verordnung durchgeführt.

 Gleichstromladen (DC-Laden): Batterien können nur durch Gleichstrom aufgeladen werden. Stromnetze funktionieren mit Wechselstrom. Ladegeräte wie der On-Board-Lader oder die Wallbox wandeln die Netzspannung und den Wechselstrom um. Bei der Umwandlung von Spannungen und von Wechsel- in Gleichstrom entstehen Verluste, die sich als Abwärme bemerkbar machen. Beim direkten Anschluss an Gleichstrom werden diese Verluste vermieden und die Batterie kann mit höherer Leistung geladen werden. Schnellladestationen stellen diesen Gleichstrom zur Verfügung. 

Haptisches Fahrpedal: liefert dem Fahrer Rückmeldung über den Einschaltpunkt des Verbrennungsmotors oder signalisiert per Doppelimpuls, wann er zum Segeln und Rekuperieren den Fuß vom Fahrpedal nehmen sollte. 

Integrierter Starter Generator (ISG): in einer elektrischen Maschine kombinierte Funktionen von Anlasser und Lichtmaschine. Im Unterschied zu àRSG sind diese Startergeneratoren nicht riemengetrieben

Intelligentes Antriebsmanagement: Die intelligente Betriebsstrategie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge berücksichtigt vorausschauend den Straßen-verlauf und die Verkehrssituation für bestmögliche Effizienz. Dazu gehören radargestützte àRekuperation, vorausschauende Schalt- und Betriebsstrategie, streckenbasierte Betriebsstrategie und ECO Assistent.

IONITY: Betreibergesellschaft zur Errichtung eines paneuropäischen Schnellladenetzes für Elektroautos, im November 2017 als Gemeinschaftsunternehmen der BMW Group, der Daimler AG, der Ford Motor Company und dem Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche gegründet. Entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa wird IONITY bis 2020 insgesamt rund 400 Schnellladestationen errichten und betreiben, an denen EQ Fahrzeuge an Gleichstrom mit 110 kW aufgeladen werden können, so dass komfortable Langstreckenfahrten mit batterieelektrischen Fahrzeugen möglich werden.

Lithium-Ionen-Batterie : elektrochemische, wiederaufladbare Spannungsquelle auf der Basis von Lithium. Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus sind ihre hohe Energiedichte bei relativ geringem Gewicht, ihre Unempfindlichkeit gegenüber dem so genannten Memory-Effekt und die geringe Selbstentladung.

NEFZ: Bisher wurden Abgas- und Verbrauchswerte in Europa nach dem NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) ermittelt. Mit dem Ziel, Kunden herstellerübergreifend vergleich- und reproduzierbare Werte zur Verfügung zu stellen, trat 1970 der erste europäische Fahrzyklus in Kraft. 1992 wurde dieser über den Stadtverkehr hinaus erweitert. Seit der Berücksichtigung des Kaltstartanteils im Jahr 2000 wurde der NEFZ nicht mehr grundlegend verändert. Bis Ende 2020 werden für jedes Neufahrzeug weiterhin NEFZ-Werte auch parallel zu den WLTP-Werten ermittelt, um die Flottenzielerreichung überprüfen zu können.

Neuer Emissions-Typ: Wird in einem Fahrzeug z.B. ein neuer Motor verbaut, ein Motor so verändert, dass sich das Emissionsverhalten ändert, ein neues oder geändertes Getriebe verbaut, der weitere Antriebsstrang verändert oder Änderungen an der Abgasanlage vorgenommen, entsteht daraus ein neuer Emissiontyp nach WLTP. 

NOx: Stickoxide, Stickstoffoxide und nitrose Gase sind Sammelbezeichnungen für die gasförmigen Oxide des Stickstoffs. Sie werden auch mit NOx abgekürzt, da es aufgrund der vielen Oxidationsstufen des Stickstoffs mehrere Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen gibt. Teilweise wird die Abkürzung NOx (NOX) auch synonym für die nitrosen Gase verwendet, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen.

On-Board-Lader: Ein eingebautes Gerät, dass die Wechselstrom-Netzspannung einer Haushaltssteckdose oder die Ausgangsspannung einer Wallbox in die korrekte Gleichspannung umwandelt, um die Traktionsbatterie des Fahrzeugs aufzuladen. Die dabei entstehende Abwärme wird zur Erhöhung der Betriebssicherheit durch einen Wasserkühlkreislauf abgeführt.

RDE: RDE steht für Real Driving Emissions und ist ein Straßentest zur Überprüfung von Schadstoffemissionen. In Verbindung mit der Einhaltung von Emissionsgrenzwerten unter Anwendung von Konformitätsfaktoren soll für Partikel ab der Emissionsstufe Euro 6c nach WLTP bzw. zusätzlich für NOx ab der Emissionsstufe Euro 6d-TEMP überprüft werden, dass die Euro 6-Grenzwerte auch in Straßentests innerhalb der gesetzlich gültigen Rahmenbedingungen nicht überschritten werden. In der Vergangenheit fanden Abgasmessungen zur Typengenehmigung ausschließlich auf Prüfständen statt. Seit März 2016 sind Emissionen innerhalb eines definierten Rahmens zunehmend auch im realen Fahrbetrieb nachzuweisen. Ab September 2017 müssen für neue Emissionstypen im RDE sowohl für Stickoxide NOx als auch für die Partikelanzahl PN die Euro 6-Schadstoffgrenzwerte unter Anwendung von Konformitätsfaktoren in Straßentests eingehalten werden. Ab 1. September 2019 gilt dies für alle Neuzulassungen.

Rekuperation: Die Rückgewinnung der Bewegungsenergie des Fahrzeugs. Der Elektromotor funktioniert dabei als Generator. Die elektrische Leistung, die er dabei erzeugt, ist regelbar und bremst das Fahrzeug mehr oder weniger stark ab. Auf diese Weise kann Energie zur Ladung der Batterie erzeugt werden, wenn das Fahrzeug mit konstanter Geschwindigkeit einen Berg hinunterfährt, oder wenn es verzögert wird, weil die Verkehrssituation oder die Streckenführung es erfordern. 

Riemengetriebener Starter-Generator (RSG): Kombination von Starter und Generator, die wie herkömmliche Lichtmaschinen als Anbauteil über einen Riemenantrieb mit dem Kurbeltrieb des Motors verbunden ist.

Segeln: Das möglichst widerstandarme Rollen des Fahrzeugs. Der Antrieb liefert keine Energie und es wird keine Energie rekuperiert. Roll- und Luftwiderstände bremsen das Fahrzeug sehr langsam ab.

Stufenmulden-Brennverfahren: Ein charakteristisches Merkmal der Kolben von Dieselmotoren mit direkter Einspritzung ist eine Mulde im Kolbenboden, in der der eingespritzte Kraftstoff mit der Luft verwirbelt und vermischt wird. Die Gestaltung als Stufenmulde (anstatt der herkömmlichen Omega-Mulde) hat eine Reihe von Vorteilen, z. B. die sehr gute Luftausnutzung bei geringer Partikelemission und ein höherer Wirkungsgrad durch gesteigerte Brenngeschwindigkeit. Aufgrund der geänderten Strömungsverhältnisse im Brennraum ergibt sich ein geringerer Wärmeabfluss über die Zylinderwand sowie eine gleichmäßigere Temperaturverteilung am Zylinderkopf und eine Entlastung der hochbeanspruchten Ventilstege. Insgesamt resultieren daraus verringerte Wandwärmeverluste, was ebenfalls zur Wirkungsgradsteigerung beiträgt. 

Vorklimatisierung: Temperierung des Fahrzeuginnenraums vor der Abfahrt durch elektrisch betriebene Kältemittelverdichter und Hochtemperatur-Zuheizer, während der Plug-in-Hybrid oder das batterieelektrisch betriebene Fahrzeug an das Stromnetz angeschlossen ist. Diese Funktion ist entweder im Fahrzeug oder per Smartphone-App einstellbar und schont die elektrische Reichweite bei kaltem oder besonders heißem Wetter.

well-to-wheel: Betrachtung der Umwelt- und besonders der CO2 -Bilanz des Energieverbrauchs eines Fahrzeuges während der Fahrt unter Einbeziehung des Aufwandes an Primärenergie, der für die Bereitstellung der Energie bis zur Betankung des Fahrzeugs nötig war (beim Verbrennungsmotor ab der Ölquelle, engl. „well“, analog dazu beim Kraftwerk ab der Gewinnung der Primärenergie – Wind, Wasser, Gas, Kohle etc.)

WLTC: Der Fahrzyklus des WLTP heißt WLTC – Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Cycle. Für unterschiedliche Fahrzeugtypen wurden im WLTP drei unterschiedliche Fahrzyklen entwickelt, die dem jeweiligen Leistungsgewicht Rechnung tragen. Der überwiegende Teil der in der EU zugelassenen Pkw, die über ein Leistungsgewicht von mehr als 34 kW/t (46 PS/t) verfügen, werden dem WLTC Klasse 3 zugeordnet. Der Testzyklus für Fahrzeuge der Klasse 3 setzt sich aus vier Teilen zusammen – Low, Medium, High, Extra High. Diese bilden den Fahrzeugbetrieb inner- und außerstädtisch sowie auf Schnellstraßen und Autobahnen ab.

WLTP: Die Abkürzung steht für Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure und ist ein Prüfverfahren, das Verbrauchs- und Abgaswerte eines Fahrzeugs auf einem Rollenprüfstand ermittelt. Seit dem 01. September 2017 wird der WLTP schrittweise eingeführt und löst das vorherige Prüfverfahren NEFZ sukzessive ab. Der WLTP ist durch seine dynamische Ausrichtung deutlich näher am tatsächlichen Fahrgeschehen als bisher. Gleichzeitig sind viele Anforderungen z.B. an die Ermittlung von Fahrwiderständen oder die Durchführung des Rollentests gegenüber dem NEFZ deutlich verschärft worden. Insbesondere diese geänderten Randbedingungen führen zu einem numerischen Anstieg der CO 2-Werte, obwohl sich die Effizienz der Fahrzeuge durch das neue Messverfahren nicht ändert.

Wasserstoff-Gewinnung: Wasserstoff kann beispielsweise durch Vergärung von Biomasse oder Elektrolyse von Wasser hergestellt werden. Heute gewinnt man den Energieträger noch hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen, vor allem aus Erdgas (durch Dampfreformierung unter hohem Druck).

Die Mercedes-Benz Österreich GmbH

Die Mercedes-Benz Österreich GmbH ist eine 100-Prozent-Tochter der Daimler AG. Der Sitz des Unternehmens ist in Salzburg. Mercedes-Benz Österreich ist Generalimporteur der eingetragenen Daimler-Marken Mercedes-Benz und smart bei Pkw sowie der Marken Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge, Unimog und FUSO. Das Unternehmen koordiniert mit rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vertriebs-, Marketing- Service- und Presseaktivitäten in Österreich. Der Vertrieb erfolgt über das autorisierte Händlernetz und die von den Händlern betriebenen Vertriebsstandorte. Die Servicearbeiten werden von den autorisierten Werkstätten durchgeführt. Im Jahr 2016 wurden in Österreich 14.703 Mercedes-Benz PKW (inkl. V-Klasse), 4.902 Transporter (exkl. V-Klasse), 1.135 Mercedes-Benz LKW und 1.501 smart zugelassen.

Mercedes-Benz Financial Services Austria GmbH (MBFS), ein Tochterunternehmen der Daimler Financial Services AG, dem Finanzdienstleistungsunternehmen der Daimler AG bietet mit Leasing, Versicherungen und Service & Wartung alle Bausteine für ein sorgenfreies Fahren an. Erweitert werden die innovativen Mobilitätsdienstleistungen unter der Marke Daimler Fleet Management für den Flottenbereich.

Seit 1. Oktober 2015 bietet die Mercedes-Benz Bank GmbH österreichweit seinen Kunden und dem autorisierten Fahrzeughandel Kreditprodukte für alle Fahrzeugsparten des Daimler Konzerns an. Bereits heute wird rund jedes dritte MB Fahrzeug im Markt über die Mercedes-Benz Bank und die Mercedes-Benz Financial Services GmbH finanziert.

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Ansprechpartner

Mag. Bernhard Bauer 
Unternehmenssprecher Mercedes-Benz Österreich
 
Mercedes-Benz Österreich GmbH
Fasaneriestraße 35
5020 Salzburg
Tel.: (+43) 662 / 4478-216
E-Mail: mboe-pr@daimler.com

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Batterieelektrische Fahrzeuge: Stromverbrauch kombiniert 22,2-14,5 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Plug-in-Hybride: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,6-1,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 59-38 g/km*; Stromverbrauch kombiniert: 20,2-13,7 kWh/100 km

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Meilensteine der Elektrifizierung

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